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von Guenter5 am 26. Mai 2011, 08:05
Auch in der Meteorologie gibt es verschiedene Fachrichtungen. Wenn man sich mit den Statistiken vergangener Jahre beschäftigt, ist dies die Klimatologie. Die Synoptik beschäftigt sich mit der kurzfristigeren Wettervorhersage, die hier in diesem Forum in erster Linie zum Zuge kommt. Selbstverständlich können alle Fragen diskutiert werden. Auch mal kontrovers. Gruß Günter
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von Guenter5 am 26. Mai 2011, 20:47
Wetterfrosch2010 hat geschrieben:Hey Guenther,
Wann können wir hier im hohen Norden wieder schönes bis heißes Wetter erwarten, damit man sich wieder draußen sonnen kann, ist da etwas in Aussicht?
mit freundlichen Grüßen
Daniel
Hey Daniel, nach heutigem Stand ist bei euch im hohen Norden mit dem Aufbau eines Hochs über Mitteleuropa ab 1.bis 2. Juni sonniges und warmes Wetter in Aussicht. Bis dahin bleibt es in ganz Germany zwar nicht immer unfreundlich, aber bei bei vorwiegend südwestlicher Strömung doch etwas durchwachsen und vor allem am Anfang nächster Woche wieder gewittrig. Bis zu diesem Wochenende wird es insgesamt warm oder mäßig warm, am Montag vorübergehend nahe 30 Grad.Später wieder etwas kühler. Gruß Günter
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von change am 27. Mai 2011, 08:40
Hier eine sehr enttäuschende Nachricht, der Regen in Ostdeutschland ist in vielen Teilen ausgeblieben, obwohl auf dem Radar blaue Linien zu erkennen waren.  Der Regen wäre so gut. Es wäre eine Chance gewesen, dass dieser Mai eben nicht mehr als trocken ausfällt. Jetzt müssen wir hoffen, dass es Anfang nächster Woche wieder Niederschlag gibt. Ich befürchte, dass es bis zum Hoch zu Himmelfahrt ganz trocken bleibt, so dass dieses Jahr wieder ein Jahr ist mit mehr als 12 Tagen Niederschlagspause. In Würzburg ist es das 11.Jahr in Folge. In Ostdeutschland hatten wir gestern überwiegend Südwestwind und zur Mittagszeit eine relative Luftfeuchtigkeit von 20%, also absolut nichts von Schwüle. Mich würde das ärgern, wenn es deswegen so trocken geblieben ist weil wir keine 40%ige relative Feuchte sondern nur eine 20%ige hatten, die am Abend nur auf 50% angestiegen ist. Um was in der Höhe aussagen zu können, bräuchte man allerdings einen Vertikalschnitt. Dort kommen in der unteren bis mitteleren Troposphäre relative Feuchtigkeiten von 7% mal vor. Machs gut
Von Fugloy im Norden nach Luqa im Süden und von Mykines im Westen nach Bialystok im Osten.
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von Guenter5 am 27. Mai 2011, 08:50
Ja, wie eigentlich schon erwartet, war die Niederschlagsausbeute nur im Südosten (Bayern) mit 10 bis 20 mm recht gut.
Ansonsten wurden nur Niederschlagsmengen zwischen 0 und 5 mm gemessen, in Teilen Schleswig-Holsteins örtlich etwas mehr.
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von change am 27. Mai 2011, 08:59
Im Norden leider nur örtliche Schauer, in den bayerischen Alpen dagegen monsunartige Regenfälle. Ganz West-und Mitteleuropa bräuchte dringend Dauerregen.
Von Fugloy im Norden nach Luqa im Süden und von Mykines im Westen nach Bialystok im Osten.
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von Guenter5 am 29. Mai 2011, 20:30
Mitteleuropa liegt z.Zt. am Rande der atlantischen Frontalzone, so dass sich ein breiter Hochdruckrücken vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer erstreckt. Nur der Norden von Germany wurde noch von den im Norden vorüberziehenden Frontensystemen mit Wolken und etwas Regen gestreift, während es sonst heute am Sonntag bei leichter Bewölkung sonnig und mäßig warm war.
Da sich über dem Ostatlantik eine Trog ausbildet,löst sich über Mitteleuropa eine Hochzelle ab und wandert nach Osten. Gleichzeitig entsteht eine Süd- bis Südwestströmung mit der am Montag heisse Luft herangeführt wird, so dass die Temperaturen auch im Norden über 25, sonst bis über 30 Grad steigen.
Gleichzeitig entsteht über Frankreich eine gewittrige Tiefdruckrinne, die ostwärts wandert und Deutschland am Dienstag mit Schauern und Gewittern überquert.(Vlcht werden sich wieder einige User über das Wetter beschweren, wenn es bei Ihnen nur wenig regnet und bei anderen der Keller volläuft). Hinter der Kaltfront fließt dann am Mittwoch mit westlicher bis nordwestlicher Strömung deutlich kühlere Subpolarluft ein, die jedoch bald wieder unter den Einfluß eines neuen Hochs gelangt, das sich über die Britischen Inseln und die Nordsee nach Osten ausweitet. Daher an Himmelfahrt bei leichter Quellbewölkung meist sonnig mit Höchsttemperaturen um 20 Grad. Die Bewölkung im Süden müsste sich dann nach dem vielen Regen im Alpengebiet auch langsam auflösen.
Auch im weiteren Verlauf zum nächsten WE meist Hochdruckwetter, nur im Süden möglicherweise einzelne Schauer oder Gewitter und allgemein warm. Die ersten bedeutenden Regenfälle sind aus heutiger Sicht erst wieder am Anfang der übernächsten Woche (7.6.) zu erwarten.
Gruß Günter
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von michael am 31. Mai 2011, 06:17
Extreme Niederschlagsmengen werden heute von den Wettermodellen vor allem südlich des Mains gezeigt - da ist also genug Power für Unwetter vorhanden. Teilweise werden in den Spitzenrechnungen innerhalb der nächsten 24 Stunden bis zu 70 Liter Regen in der Ulmer Region gerechnet, sonst liegt es im Mittel um 35 Liter pro m². Nördlich der Mittelgebirge etwa um 15 Liter pro m²
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von Bobber am 31. Mai 2011, 07:44
michael hat geschrieben:Extreme Niederschlagsmengen werden heute von den Wettermodellen vor allem südlich des Mains gezeigt - da ist also genug Power für Unwetter vorhanden. Teilweise werden in den Spitzenrechnungen innerhalb der nächsten 24 Stunden bis zu 70 Liter Regen in der Ulmer Region gerechnet, sonst liegt es im Mittel um 35 Liter pro m². Nördlich der Mittelgebirge etwa um 15 Liter pro m²
Bin ja mal gespannt was da runterkommt. Nach den Niederschlagsradar´s (wie heißt den da die Mehrzahl?) müsste es bei uns im Südwesten bereits regnen. Wenn ich so aus dem Bürofenster schau, sehe ich blauen Himmel, mit ein paar fröhlich vorbeiziehenden Wölkchen. Na dann schau mer mal bis wann sich das ändert 
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von Guenter5 am 31. Mai 2011, 09:20
@ Bobber Ich schätze, bei euch im Südwesten wird es im Bereich der gewittrigen Tiefdruckrinne zwar keine Unwetter geben, aber sog.skalige Regenfälle mit Regenmengen über 20 mm, da sich im Bereich der Front durch Scherung in der unteren und mittleren Troposhäre kräftige Herbungsvorgänge herausbilden. Ursache ist eine Winddrehung rückseitig der Tiefdruckrinne auf Nordwest in den unteren Luftschichten, während vorderseitig des Höhentroges über Frankreich in der mittleren Troposphäre noch eine südwestliche Strömung herrscht. Auch im Westen und Norden löst die Kaltfront nur skaligen (flächenhaften) Regen mit eingelagerten Gewittern aus. Die Planzen freuen sich bestimmt. Nach Osten hin dürfte die Kaltfront auch mal stärkere Gewitter auslösen(bis zu Superzellen), da dort strahlunsgsbedingt noch hohe Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad erreicht werden.Cape-Werte bis über 1200. Gestern wurde hier in Leonberg/Stgt ein Maximum von 30,1 Grad erreicht. Der Mai schließt hier mit einer positiven Abweichung von 1,8 K gegenüber dem langjährigem Mittelwert. Gruß Günter
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von michael am 31. Mai 2011, 19:20
Im Südwesten setzt die Scherung mittlerweile ein - Esslingen mit Blickrichtung Alb sieht man ziemlich exakt den Vorgang, dicke, fette Wolken überwerfen sich zu Big Mammatus, bevor die Bewölkung dazu übergeht einheitlich grau zu werden um nachfolgend den Niederschlag herunter prasseln zu lassen.
Nach den neusten Wetterprognosen liegt der Schwerpunkt des Niederschlages nun gänzlich südlich des Main. In der Bodensee Region macht sich der Lee Effekt bemerkbar, dort "nur" Niederschläge um die 10 Liter pro m², sonst bis 40 Liter, in der Spitze auch 80 Liter pro m² innerhalb der nächsten 24 Stunden. Nördlich der Mittelgebirge gibt es noch einmal einen Schwerpunkt zwischen Berlin und Dresden, dort auch bis 30 Liter pro m² möglich.
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