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Re: Wetter Dezember 2010Hallo Winterfan,
hier solltest du alles über die Inversionswetterlage finden: inversionswetterlage-t1074.html
Re: Wetter Dezember 2010Hoffentlich haben alle den Schneefall gut überstanden. Hier ungewohnte 31 cm in Leonberg/Stuttgart
Nachdem sich das Schneefallgebiet auch im Süden und Südosten auflöst, gelangt vor allem der Süden unter den Einfluß eines sich von Westen ausbildenden Hochs, so dass am Wochenanfang auch mal wieder die Sonne zum Vorschein kommt. Frost, nachts über der Schneedecke in Aufklarungsgebieten -10 bis -15 Grad. Die Gebiete nördlich der Mittelgebirge gelangen aber in den Einflußbereich einer schwachen Warmfrontwelle, die heute von Schottland über die Nordsee nach Südosten zieht und dort am Sonntag wieder leichten bis mäßigen Schneefall bringen. Ab Dienstag ebenfalls Wetterbesserung. Die weiter Entwicklung ist höchst unsicher. Möglich ist zur Wochenmitte ein zumindest vorübergehendes Übergreifen milderer Luftmassen aus Westen mit gefrierendem Regen und nachfolgender Milderung über 0 Grad, wie es das Deutsche Modell simuliert. Gegen Ende der Woche entsteht dann eine zyklonale Nordwestlage, so dass das winterliche Wetter mit Schneefällen weitergeht. Die ganz große Kälte bleibt aber über Sibirien. Gruß Günter
Re: Wetter Dezember 2010
Was heißt "bleibt über Sibirien"? Ich denke -20°C im Osten ab Mittwoch/Donnerstag früh sind auch nicht "von schlechten Eltern". Und Höchsttemperaturen von - 8°C bis - 10°C sind ebenfalls nicht üblich. Da kann man für unsere Breiten sehr wohl von einer "kleinen" sibirischen Kälte reden. Und wie Du schon anmerkst, lässt uns der Frost im Osten bis zum Anfang des kommenden Jahres nicht mehr los. Mal sehen, wie das weitergeht. Mein Fazit steht fest: Mit dieser Schneemenge und fast durchweg Minustemperaturen, abgesehen von dem einen Wochenende, bei welchem der Schnee zur Hälfte getaut ist, kann man für unsere Region von einem außergewöhnlichen Dezember sprechen.
Re: Wetter Dezember 2010
..Weiter geht GME aber voll auf Winterkurs zum Jahreswechsel
Re: Wetter Dezember 2010Ja das stimmt schon mit der Kälte. Ich meinte ja auch im übertragenen Sinne damit, dass wir in absehbarer Zeit keine Ostlage
bekommen, die noch kältere Temperaturen mit sich bringen würde. Vielmehr entsteht mittelfristig eine Nordwestlage mit Advektion feuchtkalter Arktikluft und wechselhafter Winterwitterung. Um den Gefriepunkt. Im Moment produzieren wir unsere Kälte nachts selbst, wenn es wie vergangene heute Nacht aufklart und über dem Schnee stark ausstrahlt. Hier in Leonberg/Stgt waren es bei mir ungewohnte -16,2 Grad. (Wobei zu berücksichtigen ist, dass meine WS550 ab etwa -8 Grad abwärts ihre Arbeit einstellt). Wie es sich gehört, habe ich noch einen anderen Sensor im Einsatz. Gruß Günter
Re: Wetter Dezember 2010
Ich will ja deine Euphorie nicht dämpfen, aber ich habe schon anderes erlebt.
Re: Wetter Dezember 2010
Hehe, immer noch? Schon all die Jahre ziehst du den Sensor durch Ja, Ostlage ist erstmal nicht in Sicht - wobei die Ostlage eine klassische Januarlage wäre - stattdessen bekommen wir vermutlich das, was wir seit knapp einem Jahr gewohnt sind - Troglage
Re: Wetter Dezember 2010
Ich meinte das im anderen Sinn. Ich mag lieber die Mildwinter, bei denen nur für kurze Zeit Kaltlufteinbrüche erfolgen. Dieser Winter hängt mir schon genauso zum Halse raus wie der letzte. Euphorisch wäre ich, wenn mal endlich eine Westwetterlage einsetzen würde, auch wenn dies mit Regen verbunden ist.
Re: Wetter Dezember 2010Es gibt in Zukunft zwar kein allzu eisiger Winter, weil zum Ende der Woche eine Nordwestlage entsteht.............aber eine Westlage ist nicht zu erwarten.
Michael würde weiterhin die *gestörte Zirkulation* thematisieren. Persönlich würde ich mich auf eine schöne stramme Westwetterlage mit vielen im Norden durchziehenden Tiefdruckgebieten freuen. Aber wie schon mehrfach erwähnt: Wir bearbeiten jede Wetterlage. Während der größte Teil Deutschlands in dieser Woche weitgehend unter Hochdruckeinfluß und sehr kalter Luft liegt, gelangt der Westen und Südwesten vorübergehend in den Einflußbereich eines ostatlantischen Tiefs. Dabei wird feuchte und mildere Meereesluft herangeführt, so dass der am Mittwoch aufkommende Schneefall teilweise in Regen oder gefr.Sprühregen übergeht.Wenig über 0 Grad. Gruß Günter
Re: Wetter Dezember 2010Das Letzte, was ich gebrauchen kann, ist eine NW-Lage
Ich weiß schon jetzt nicht mehr, wo ich den Schnee hin schaufeln soll, der Hof ist voller übermannshoher Haufen, damit ich noch aus der Garage komme. Mal ein paar Wochen Ostlage mit Sonnenschein wäre schön, hier hatte ich seit Oktober grade mal 3 TAge Sonne. Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie es ist!
Re: Wetter Dezember 2010GFS und GME sehen die Situation in dieser Woche im Detail unterschiedlich - das liegt daran, dass GME das Tief am Dienstag weiter bei uns sieht, während GFS es uns nur kurz streifen lässt, bevor sich wieder Hochdruck durchsetzt. Wir sind gespannt, was kommen wird
Re: Wetter Dezember 2010Nach jetztigen Stand wird die Warmfront von Frankreich her ab morgen den äussersten Westen und Südwesten erreichen, aber kaum mehr weiter nach Osten vorankommen. Die Niederschläge beginnen morgen Nachmittag als Schnee und gehen erst am späten Mittwoch bei Temperaturen wenig über 0 Grad in Regen über.
Im übrigen Deutschland bleibt es zunächst noch unter Hochdruckeinfluß ruhig und kalt. Ab Freitag entsteht dann die schon erwartete Nordwestlage mit aufkommenden Niederschlägen, die nur in den tiefen Lagen der Norddeutschen Tiefebene teilweise mit Regen vermischt sind. Diese Konstellation setzt sich auch am Anfang des Neuen Jahres fort. Es sind bei dieser Lage immer mal wieder kurze *Warmluft- einschübe* möglich.Es bleibt dann unbeständig und mäßig kalt mit häufigen Schneefällen vor allem im Mittelgebirge. Gruß Günter
Re: Wetter Dezember 2010Nach heutigem Stand kaum mehr nennenswerte Neuschneezuwächse bis zum 30 Dezember 2010 - Südlich einer Linie Mainz - Oberstdorf sind noch 1 bis 5 cm möglich. Sonst relativ ruhiges Wetter, teilweise stark bewölkt, und vor allem entlang des Rheins kann dieser Niederschlag auch in Form von Nieselregen fallen - Im der westlichen Pfalz, als auch im westlichen Saarland auch kurzzeitig stärkerer Niederschlag möglich (4-8mm/m²)
Re: Wetter Dezember 2010Ja bis zu Silvester bleibt das Wetter ruhig und in weiten Teilen popokalt.
Mitteleuropa liegt im Übergangsbereich zwischen einem Hoch über Skandinavien und einem Tiefdrucksystem, das sich vom Seegebiet westlich Irland südostwärts bis fast zu den Kanarischen Inseln erstreckt. Dabei herrscht eine relativ schwache Druckverteilung, in der die bis in den Südwesten und Westen hereingezogene *Warmfront* mit etwas Schneefall oder Fzra kaum mehr nordostwärts vorankommt und sich in der Folge auflöst. Am Donnerstag/Freitag kommt dann rasch Bewegung in die Atmosphäre. Es entsteht eine gut ausgeprägte nordwestliche Frontalzone von Ostgrönland über die Nordsee gegen Mitteleuropa. Die zugehörigen Frontensyssteme beeinflußen am späten Donnerstag und am Freitag zunächst den Norden Deutschlands mit gefr.Regen oder Schneeregen und ungewohnt milderen Temperaturen einige Grade über 0. Im Süden dürfte es Silvester nach heutigem Stand gerade noch ruhig ohne Niederschlag, aber kalt sein. Vlcht steigen die Raketen in tiefliegenden Hochnebel hinein. Das Neue Jahr beginnt aber die ersten Tage bis auf Weiteres mit einer anhaltenden Nordwestlage mit wechselhaftem Wetter und einzelnen, in den Mittelgebirgen und den Alpen stärkeren Schneefällen. Im Norden auch zeitweise Schneeregen bei Temperaturen einige Grade über 0 , sonst in den Niederungen bei 0 Grad oder etwas darunter. Gruß Günter
Re: Wetter Dezember 2010Die z.Zt. herrschende Hochdruckwetterlage geht pünktlich zum Jahresende ihrem Ende entgegen.
Nur Süddeutschland bleibt auch in der Silvesternacht noch unter Hochdruckeinfluß und meist tiefhängender St-Bewölkung und evl. noch etwas Sprühregen. Der Norden dagegen liegt bereits am Freitag im Bereich eines Frontensystems der sich ausbildenden nordwestlichen Frontalzone. Bei bedecktem Himmel neben Wind auch Regen, der anfangs gefrieren kann bei einigen Graden über 0. Im weiteren Verlauf ab 1. Januar fließt im Zuge der zyklonalen Nordwestlage mit durchziehenden Kurzwellentrögen in Schüben zunehmend kalte maritime Arktikluft ein, so dass es immer wieder zu schauerartigen Schneefällen kommt, die nur im Nordwesten zeitweise mit Schnee vermischt sind.Es bleibt auch tagsüber meist unter 0 Grad. Gruß Günter
Re: Wetter Dezember 2010Hallo
juchu, endlich eine kleine Milderung auch bei uns, nördlich der Mittelgebirge Aber ich vermute mal ganz stark, dass ein/zwei Tage "Milderung" nicht ausreichen, um den Schnee wegzutauen; bei der Menge! Aber vielleicht taut ja die Eisschicht ab, die mein Auto vollends zugedeckt hat @Michael: Die Bilder von deiner Homepage (bzw. von den jeweiligen Monaten) sehen super aus! Wie Schnappschüsse sehen die Bilder nicht aus...bist du auch (leidenschaftlicher Hobby-) Fotograf? Heute war Autofahren noch immer eine einzige Rutschpartie - in Braunschweig läuft die Räumung und das Streuen noch einwandtfrei, aber erstmal nach BS kommen war abenteurlich; Salzgitter hat nämlich seit 5 Tagen kein Streusalz mehr. Den Streusalz-Mangel habe ich bisher nur aus dem Norden bei uns gehört, habt ihr im Süden auch diese Probleme? Aktuell - 8,3 °C bei zähem Nebel - ohne den wir wahrscheinlich auch heute strahlenden Sonnenschein gehabt hätten. Lieben Gruß! Franzi
Re: Wetter Dezember 2010
Hallo Franzi, freut mich, dass dir die Bilder gefallen Ja - ich bin leidenschaftlicher Hobbyfotograf
Re: Wetter Dezember 2010
Nun, das Langfristmodell hat die Situation am 12. November so simuliert - der Dezember 2010 ist nun vorbei und mit -3,5 Grad doch recht frisch gewesen. Das langjährige Mittel im Dezember liegt bei +0,8 Grad - also um 4,3 Grad zu kalter Dezember. Zuletzt gab es das 1969. Wer den ganzen Bericht lesen möchte: http://www.dwd.de/bvbw/appmanager/bvbw/ ... nfls=false
Re: Wetter Dezember 2010In Berlin wurden z.T. nur 11 Sonnenstunden gemessen. Das ist sehr wenig. Dies noch nach einem November mit ca. 23 Sonnenstunden. In Lindenberg, 50 km südöstlich gab es viel mehr Sonnenstunden, aber immer noch weit unter 40 Stunden.
Von Fugloy im Norden nach Luqa im Süden und von Mykines im Westen nach Bialystok im Osten.
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