So, 18.03.07, 14.00 Uhr
Welttag des Wetters Zyklon
Dokumentationen zur Wetterentwicklung und Klimaveränderung
Die Macht des Wetters - die Wortwahl ist eher eine Untertreibung. Denn diese Macht entfaltet sich nicht nur tagtäglich, sie führt uns oft genug die Ohnmacht des Menschen vor Augen, etwas gegen die Naturgewalten auszurichten.
Der Tsunami im Indischen Ozean am Ende des Jahres 2004 und die Hurricanes, die 2005 vor allem Regionen im Süden der USA heimsuchten, legen davon Zeugnis ab.
Ist die Zunahme der Naturkatastrophen, insbesondere der verheerenden Wirbelstürme auch ein Anzeichen einer einschneidenden Klimaveränderung? Sind die Veränderungen zwar vom Menschen nicht beherrschbar, aber doch verursacht? Fragen, denen in der heutigen Sendung unter anderem nachgegangen wird.
Das Wetter ist seit Alters her eines der beliebtesten wenn nicht das beliebteste Gesprächsthema. Zufrieden mit dem Wetter sind die Menschen meistens nicht. Zu heiß, zu kalt, zu nass, zu trocken. Was dem einen zur Freude gereicht, ist dem anderen ein Ärgernis. Natürlich hat diese unterschiedliche Betrachtungsweise auch eine sehr ernste Seite. Das wird ersichtlich, wenn beispielsweise in der afrikanischen Sahel-Zone, einer der schlimmsten Dürrezonen der Erde Regen als schönes Wetter gilt.
Wie unterschiedlich und sogar gegensätzlich sich Wetter auf unserem Planeten an einem einzigen Tag entwickeln kann, zeigt die meteorologische Rundreise um die Erde “Wunderbare Welt - Die Macht des Wetters” von George Kravolansky.
Kurt Mayer geht in seinem Film den Spuren für die Entstehung von Unwettern nach. Sie beginnen oft ganz harmlos über dem Atlantik "Zwischen Azorenhoch und Islandtief". Und so lautet auch der Titel der Reportage.
Helmut Illert
Helmut Illert, Autor und Moderator der "Historischen Debatten und Ereignisse" (Quelle: PHOENIX)
Sind die Klimaänderungen der letzten Jahrzehnte vorübergehend oder handelt es sich um eine dauerhafte Entwicklung? Viele Anzeichen sprechen für die letztere Annahme. Ernste Alarmzeichen sind das Abtauen großer Eisflächen an den Polkappen und das immer schnellere Schmelzen der Gletscher, beispielsweise in den Alpenregionen, Folgen der fortschreitenden globalen Erwärmung. Namhafte Wissenschaftler sagen voraus, dass unsere Erde am Ende dieses Jahrhunderts kaum wieder zu erkennen sein wird. Erwärmung und Abschmelzen bedrohen die Lebensgrundlagen vieler Tierarten wie der Eisbären, der Seelöwen und Pinguine. Aber auch die Lebensbedingungen für die Menschen sind betroffen, wenn die Gletscher, eine der Hauptquellen unseres Trinkwassers weiter schrumpfen und möglicherweise bis zum Ende dieses Jahrhunderts ganz verschwinden. Dazu sehen Sie den Film “Das Ende der Gletscher” von Uwe Müller.
Das Sterben der Gletscher spielt auch im letzten Beitrag der heutigen Sendung eine gewichtige Rolle.
Klimawandel als Folge des globalen Treibhauseffektes - müssen wir ihn als kommende Katastrophe betrachten?
Die Klimaforscher sind vorsichtig mit diesem Begriff. Gleichwohl sind ihre Beobachtungen nicht gerade beruhigend. Danach nämlich könnten die Durchschnittstemperaturen auf der Erde Ende des 21. Jahrhundert um bis zu 5 Grad höher liegen als heute. Was muss die Menschheit unternehmen, um mit diesen voraus gesagten Veränderungen fertig zu werden? Hannes Karnick und Wolfgang Richter bemühen sich um Antworten auf diese und andere Fragen, die mit der Klimaentwicklung in Zusammenhang stehen. Ihre Dokumentation trägt den Titel “Klimawandel oder Klimakatastrophe?”

