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Reisen als freie Menschen.

Du hast einen tollen Tipp für uns, wohin wir mal unbedingt gehen sollten? Welche Landschaften sind interessant, wo gefällt es Dir? Sag es uns :-)
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Reisen als freie Menschen.

Ungelesener Beitragvon 1wissenschaftler » 8. Januar 2018, 15:23

Hallo, werde hier ein paar Tipps und Erfahrungen vom alternativen Reisen bringen da ich wieder einmal
einige Monate auf Reise bin im Sueden-
ohne Zelt und Isomatte, eisern nur mit 2 bis 3 Decken und Minimalausruestung immer unter freiem Himmel.
Mein ganzes Leben bin ich so gereist in der Wueste, im Hochgebirge, am Meer und im Ausland sowie Inland.

Meine Erfahrungen moechte ich gerne allen wirklich Interessierten mitteilen.

LG aus Spanien
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Re: Reisen als freie Menschen.

Ungelesener Beitragvon 1wissenschaftler » 8. Januar 2018, 16:58

Warum reist ma?

Es gibt da eine einfache Gleichung:
die Gruende aus denen man reist, wird man verstaerkt vorfinden.

Reist man um vor etwas wegzulaufen, meist einem eigenverschuldeten Fehlverhalten, dann wird man bald wieder zurueckreisen muessen, aus den selben wie den Anreisegruenden, nur verstaerkt.
Reist man um etwas zu erobern mit einer Einstellung als waere man in einem Krieg oder computerspiel, dann wird man Krieg ernten und gepluendert werden und natuerlich immer verlieren.
Reist man um materieller Ziele wegen, dann wird man nur eine Reise in materiellen Dingen erleben, bestenfalls und meist aus materielleñ Gruenden wieder abreisen muessen.
Reist man aus zauberhaften Gruenden, einer Sehnsucht nach nicht greifbaren Dingen wegen, so kann die Reise ganz zauberhaft werden und da gibts dann keine Obergrenze was da an einem Tag an Wundern sein kann.
Reist man weil man die Heimat ein Stueckchen verschoenert und geheilt hat, um ein Stueckchen zuhause geschaffenes Paradies wo anders mitzunehmen und auch dort aufzubauen, dann findet man auch in der Neuen Umgebung Heilung und Schoenheit, andernfalls wird die Reise zur Flucht ohne Rast und Ende.
Reist man als reiner Konsument dann wird man von der Reise konsumiert- Reist man um die Menschen am Weg mit etwas zu beschenken, dann wird man beschenkt.
Reist man ohne Vorurteile dann wird man nicht verurteilt, reist man mit Vorurteilen oder von den Massenmendien genaehrten Luegenbildern, dann wird man falsch beurteilt oder schnell abgeurteilt und in Schubladen gesteckt in die man vielleicht gar nicht gehoert.
Reist man um den Weg von Muell zu befreien und die Menschen zu heilen, so wird man von seinem seelischen Muell befreit werden und geheilt werden und saubere Gegenden vorfinden wo man hinkommt.
Reist man mit dem groesstmoeglichen Komfort, dann ist man auch von der Welt bestmoeglich getrennt, reist man minimalistisch mit ganz wenig Geld, dann ist man in der Welt und nimmt an allem teil und es wird einem immer geholfen.
Hat man viel Zeugs, Geld und (den falschen) Mitreisenden dann hilft einem fast niemand und die Reise verkommt zur blutleeren Karikatur einer Reise vor leeren Kullissen und fremden Menschen ohne irgendwo dauerhaften und herzlichen, gefuehlten und seelischen, liebevollen und ehrlichen Anschluss zu finden.
Wunder wird man nur erleben wenn man fuer Wunder offen ist und nichts in der Zukunft verplant hat da das Schicksal es gar nicht mag wenn man ihm die Zukunft mit Plaenen eingrenzt.
Kann man sich uneingeschraenkt dem Schicksal hingeben dann ist das Schicksal auch uneingeschraenkt fuer einen da mit unfassbaren Wundern die so krass werden koennen das man niemand davon erzaehlen kann da einem niemand das glauben wuerde.
Resi man mit irgendwelchen Luegen dann wird man nur Falschheit ernten.
Reist man um die Wahrheit zu finden dann wird man in der echten Welt ankommen, ansonsten ist alles falsch was man vorfindet.

Das mal als erste Tipps bevor man ueberhaupt losreisen will.

LG
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Re: Reisen als freie Menschen.

Ungelesener Beitragvon 1wissenschaftler » 10. Januar 2018, 18:26

Etwas materielles zur Abewechsluñg.

Ausruestung nach ueber 7 Monaten unter freiem Himmel mit nur wenigen Naechten irgendwo drinnen.

-Stabiler grosser Rucksack
-viele Plastik- und Stofftueten aller Groessen
-einmal bis mehrmals jedes Kleidungsstueck
-3 Decken, Isomatten gibts in der Natur genug (siehe MULCH). Bei Kaelte in jeden verfuegbaren Stoffetzen einpuppen und Luft im Cocoon mit warmer Atemluft beheizen. Grosse Muellsaecke dienen als Notzeltbedeckung bei Regen oder als zusaetzlicher Schlafsack bei Kaelte
-Sehr stabile Schuhe, sonst sind die alle paar Tage/Wochen wegen enormer Beanspruchung zerfetzt
-Grosse Konservenbuechse mit vielen Luft- und Brennloechern fuer Holz- und Spiritusbetrieb zum Heizen, Kochen, Leuchten
-1 Loeffel
-Feuerstahl, wasserdicht verpackte Streichhoelzer, Unmengen an Feuerzeugen
-Als Luxus: Taschenlampe und Radio (zeitweise). Zum Nahrungsrecycling und Wertstoffsammeln brauchts schon ne Taschenlampe.
-Kerzen (Wachs sehr nuetzlich), manchmal Brennspiritus (wenn kein Holzfeuer moeglich)
-Nadelbaumharz mit und ohne Weichmacher (Terpentine)- die wohl wichtigste und vielseitigst verwendbare Grundsubstanz fuers Ueberleben- ersetzt die gesamte Oelindustriewelt von Kunststoff ueber Treibstoff bis Baustoffe und Medizin, Nahrung. Ist bestes Mittel fuer frische wunden- macht wasserdicht, klebt die Wunde zusammen, desinfiziert hervorragend und ARZT kommt von HARZT nicht vergessen, man verharzt Wunden, nicht verarztet. Desinfiziert und heilt bei innerer Einnahme beginnende bakterielle Infektionen, Lebensmittelvergiftungen und trockenes Harz ist ein hervorragender Beistoff zum Rauchen vor allem um den Tabak aus aufgesammelten Kippen- und Joinrtresten rauchbar zu machen. Salbe aus trockenem Harz und etwas Oel/Bienenwachs haelt alle Insekten fern und wirkt waermend wie eine Schicht Kleidung, Wasserabweisend, damit bleibt man trocken wie ein frischlackiertes Auto und kriegt die schoenste Haut der Welt mit Goldfarbe
-Kirschbaumharz (wasserloeslich, ebenfalls extrem vielseitig verwendbar)
-Kleine Gefaesse fuer zerbrechliche Dinge
-Landkarte und eventuell Sprachfuehrer (geht auch mit Koerpersprache bei den meisten Menschen)
-Schreibbuch und Stifte fuer Karten zeichnben, Adressen notieren usw
-Genug Geschenke als Dankeschoen fuer Menschen die einem helfen (beliebt sind kleine wertvolle Dinge aus der Natur wie Kristalle, holzsachen, Muscheln und so)
-Kaisernatron zum Neutralisieren von Saeuren innerhalb oder ausserhalb des Koerpers (kann durch Holzascheauszug ersetzt werden)
-Klopapier und Wasser plus Seife (kann einfach selber hergestellt werden) , Rasiersachen, Zahnbuerste, Zahnpflegemittel aus Kaisernatron und wenigen Tropfen Oel gemischt- ideal ist ein Oel mit Schafgarbeauszug zum desinfizieren, das Natron stoppt Karies da es die Saeure wegneutralisiert die sonst die Zaehne angreift.
-Musikinstrument(e) zum Kleingeld verdienen
-Nagelclip und ein kleines Taschenmesser. Ich versteh nicht was manche Menschen mit grossen Messern in der Natur machen. Habe in Jahrzehnten noch nie ein grosses Messer in der Natur gebraucht. Nicht mal bei Bauernhof- Almarbeiten. Da ist eine gute Saege und ein Stechinstrument im Taschenmesser viel wichtiger.
-Schleifstein, Schleifpapier und eventuell Metallsaege und Zange sind manchmal nuetzlich, letztere um Baeume auf dem Weg von Naegeln zu befreien.
-Fernglas (klein) kann nuetzlich sein, bleibt bei mir in der Realitaet aus Gewichtsgruenden meist zu Hause.
-Etwas zur Beruhigung (Lindeblueten oder aehnliches). Schmezstillung- Maedesuess ist da gut geeignet (Natuerliches Aspirin)
-Draht und Schnur, Seile brauch ich fast nie.


Das liest sichj jetzt viel, wiegt bei mir alles zusammen vermutlich unter 15 Kg,
mit Wasser und Nahrung bis etwas ueber 20 Kg



Liebe Gruesse und frohes, stressfreies und gesundes (Ueber)leben in der Wildnis/im Paradies oder in der Zivilisation/Hoelle wuensche ich.
1wissenschaftler
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Re: Reisen als freie Menschen.

Ungelesener Beitragvon 1wissenschaftler » 10. Januar 2018, 18:56

So nun was ganz anderes: die Platzsuche.

Ein wichtiger Punkt ist ob man einen oeffentlichen Platz will wo alle Menschen einen besichtigen kommen koennen
oder ob man seine Ruhe mag oder eine Mischform.
Fast noch wichtiger ist das man in der Natur IMMER von mindestens einem Menschen beobachtet wird.
Es ist erstaunlich wie viele Menschen ueberall auch in der entlegensten Natur sind und wenn man niemand wahrnimmt heist das nicht das man nun alleine ist wie viele Neulinge in der Natur faelschlicherweise of t annehmen. Jaeger, Foerster, Bauern, Tierfotograpfen, Pilzesammler, Vogelbeobachter, Aussteiger, Ausreisser, Schatzsucher, Goldwaescher, Wilderer, Astronomen, Gewitterjaeger, Militaer/Private oder so bei der Uebeung im Gelaende, Kraeuterweiber, Geisteranbeter und noch viele weitere Menschen tummeln sich in Europas Natur, oft sind sie recht geschickt diskret und bleiben unbemerkt.
Es gilt- je weiter von der Stadt weg desto genauer wird man beobachtet.
Ist nun der Wind ein Thema dann ist absoluter Windschutz das erste Kriterium, da bleiben nur Plaetze an Talboeden wo kein Wind durchweht. Felsen, Mauern, dichter Bewuchjs helfen auch.
Bei Regen sucht man in der Natur Stellen die eh schon fast trocken sind- diese sind mit wenig Handgriffen un kuerzester Zeit auszubauen. Felsvorspruenge, dichte Nadelbaeume, Bauwerke, Bruecken usw sind da ideal geeignet.
Bei Regenmoeglichkeit immer die Naehe zu einem trockjenen Unterstand so das man im Notfall schnell ins Trockenen kann.
In einer Landschaft ist Wassernaehe plus grosse Baeume an markanten Gelaendepunkten wo Taeler zusammenkommen, Quellen sind oder Flussbiegungen usw oft hervorragenbd.
Ist man in einer Stadt und sucht einen Campingplatz dann halte man nach Gruppen von grossen Baeumen Ausschau da ist meist ein Park, Brachland, ein Waeldchen oder verwilderter Garten oder so. Grosse Baeume in Gruppen sind mit der beste Anzeiger guter Plaetze.
Die Naehe zur Zivilisation bringt Vorteile aber auch Nachteile.
Ideal ist ein Abstand von mehr als einer halben Stunde sehr strammer Marsch weg von der Zivilisation, besser eine Stunde und natuerlich lieber da wo einen die Zivilisation nicht mit Autos oder aehnlichem einholen kann.
Kiefernwaelder und einzelne Kiefern sind warm, trocken, desinfizierend und der Boden mit Nadelmulch ideal so wie andere Nadelbaeume.
Hollunder und feuchte Auwaelder sollte man meiden ausser im Hochsommer da die Feuchtigkeit sehr hoch und das Brennholz meist von sehr schlechter Qualitaet. Suedseiten von Haengen, windgeschuetzt sind ideal, ebenso suedostseiten.
Steine und Felsen speichern Sonnenwaerme und es ist da erheblich waermer als zB mitten auf einer Wiese, unter Baeumen gibts auch keinen Tau direkt darunter waehrend auf der Wiese 1 Meter daneben morgens alles patschnass ist.
Auf Wiesen also nur im aeussersten Notfall lagern, sie sind der schlechtest denkbare Laqgerplatz.
Bei Taelern vorsicht vor Talwinden, kanalisierten Fallwinden und Ueberflutungen sowie eventuelkl Lawinen/Steinschlag.
Bei Stuermen Waelder meiden mit grossen Baeumen.
Am gefaehrlichsten ist immer die Naehe zur Zivilisation und den dort oft durch synthetische Medikamente/Drogen und/oder Alkohol abgefuellten Menschen die vor allem abends in Zivilisationsnaehe oft auch in Gruppen am besten gar nicht anzutreffend sind.
Lieber 10 Mal in einer Nacht den Schlafplatz verlagern als einmal Stress mit unzurechnungsfaehigen Menschen.

Wer auf Alkohol, Maschinen und elektrische Apparate. alles das Laerm macht, auf Fleisch, fleischfressende Tierbegleitung und schlechten Sex mit den falschen Leuten sowie auf jede Form von Gewalt, auf Diebstahl und Luegen und Vorurteile sowie Falschheit, Respektlosigkeit und Dummheiten verzichten kann der hat sicherlich nur selten Stress.
Wahrheit, Ehrlichkeit, Herzensliebe, Kreativitaet, Schoenheit, manchmal die richtige Dosis Koerperlichkeit, die Faehigkeit ohne zu zoegern das letzte Hemd zu geben, das kann Wunder bewirken im taeglichen Ueberleben. Jede Form von Gier und Geiz ist fatal fuer ein zauberhaftes Freies Leben.

Am besten klappt alles wenn man jedem Menschen auf Reisen so begegnet als waere man die letzten Jahre alleine gewesen ohne menschliche Kontakte.

Mir haben manches mal Banden von Raeubern oder so, beim Zusammensitzen und gemeinsamen Rauchen gestanden das sie mich erst eigentlich ausrauben wollten, ich ihnen allerdings zuvorkam als ich ihnen wie immer Mitrauchen angeboten hab. So wurden sie Freunde statt Raeuber.
Fuer Nichtraucher koennte das mit Essen auch klappen eventuell oder mit anderem Zeug das so Menschen immer brauchen koennen.

Liebe Gruesse


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Re: Reisen als freie Menschen.

Ungelesener Beitragvon 1wissenschaftler » 14. Januar 2018, 13:44

Frisch im ersten Morgenlicht erfunden: die Rosmarinbluetendusche.

Nach naechtlichem oder taeglichem Regen
kann man sich wunderbar
abbuersten am ganzen Koerper
mit nassem, bluehendem Rosmarin
ohne davon etwas abreissen zu muessen,
ohne die Pflanze allzusehr zu stressen
also bitte behutsam rubbeln
mit der armen Pflanze.

Die erstaunlich gute Reinigungswirkung besteht im mechanischen Schab- und Kratzeffekt der zartfeinen, jungen Triebe voller Blueten.
Zusaetzlich wird die Haut von den auf den Zweigen reichlich vorhandenen Regen (oder Tau)tropfen gut gespuelt
und zudem mit einer schuetzenden, vor Austrocknung und Neubefeuchtung bewahrenden, Schaedlinge abweisenden und hautpflegend- desinfizierenden sowie duftenden Schicht Rosmarinwachs und Pollen eingewachst.
Das foerdert die Durchblutung und das anschliessende Waermegefuehl.

Das WildeSchwein hats schon immer gewusst wie es am besten und einfachsten geht.
So lernt der Mensch vom Schwein das reinlich saubre Menschensein.

Nachste Erfindung in dieser Serie: Die Thymiandusche.




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