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Wetterentwicklungen Dezember 2017

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Wetterentwicklungen Dezember 2017

Ungelesener Beitragvon Guenter5 » 1. Dezember 2017, 22:40

Die eingeflossene maritime Arktikluft gelangt am Samstag vorübergehend unter den Einfluss eines schwachen Hochdruckkeils des Hochs westlich der Britischen Inseln.
Letzte Schneeschauer sind nur noch schwach und im Südosten unseres Landes zu erwarten.

Ansonsten nach frostiger Nacht zwischen -1 und -7 Grad am Samstag meist aufgelockerte Schichtbewölkung und niederschlagsfrei. Höchstwerte im Süden um nur wenig über 0 Grad,
in höheren Lagen über 500 m z.Zt. Dauerfrost. Im Norden 2 bis 5 Grad.

Im hohen Norden formiert sich mit einem Tief bei Island bereits wieder der Übergang zu einer nasskalten Nordwestlage.

Die Warmfront dieses Tiefs greift am Sonntag Vormittag mit leichtem bis mäßigem Regen auf Norddeutschland über. Höchstwerte dabei um 5 Grad.

Dieses frontgebundene Regengebiet verlagert sich zügig nach Südosten, wobei der Niederschlag landeinwärts am Sonntag Nachmittag als Schnee fällt. Höchstwerte um 0 Grad, z.T. darunter.

Da mit der einsetzenden Nordwestströmung die mildere nordatlantische Meeresluft weiter an Raum gewinnt, gehen die leichten Niederschläge auch im Süden am Montag in den Niederungen
in Regen über.

Gleichzeitig setzt sich das atlantische Hoch westlich der Britischen Inseln ostwärts in Bewegung und greift am Dienstag von Westen her auf unseren Raum über.

Dieses Hoch bestimmt bis Donnerstag für kurze Zeit unser Wetter bei meist trüben und mäßig kalten Bedingungen. örtlich etwas Sprühregen.

Ab Freitag leitet ein vom Nordmeer nach SKandinavien ziehendes Sturmtief(die Zugbahn naturgemäß noch unsicher) erneut den Zustrom maritimer Arktikluft ein, so dass nach
Kaltfrontdurchgang am nächsten Wochenende mit Schneeschauern zu rechnen ist. Dabei mäßig kalt um oder wenig über 0 Grad und Nachtfrost.

Gruß Günter
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Re: Wetterentwicklungen Dezember 2017

Ungelesener Beitragvon Guenter5 » 4. Dezember 2017, 23:06

Mitteleuropa liegt z.Zt. am Rande eines umfangreichen Hochs über West- und Südwesteuropa. Dabei herrscht eine nordwestliche Strömung, mit der feuchte Nordseeluft in unser Gebiet
geführt wird. Die mit den zugehörigen Aufgleitvorgängen im Zusammenhang stehenden Schneefälle auf der Alpennordseite lassen in der Nacht zum Dienstag langsam nach und gehen
bis über 500 m in Regen über. Höchstwerte wenig über 0 Grad. Leichtes Tauwetter.

Im übrigen Deutschland meist geschlossene Schichtbewölkung, dabei vielfach trüb und örtlich etwas Regen oder Sprühregen. Höchsttemperaturen 5 bis 8, an der Küste bis 10 Grad.

Am Rande des Hochdruckgebiets über dem Mittelmeerraum bleibt die ruhige, teils trübe und für die Jahreszeit milde Wetterlage bis Donnerstag noch erhalten. Im höheren Bergland infolge
der Ausbildung einer Inversionswetterlage zunehmend sonnig. Wenig Temperaturänderung.

Die Kaltfront eines Sturmtiefs über dem südlichen Nordmeer erreicht am Donnerstag abends den Norden in Begleitung eines Regengebiets, das südostwärts zieht und am Freitag
auch den Süden erreicht. Auffrischende Südwest- bis Westwinde.

Dahinter fließt in Begleitung eines nach Süden in Richtung Mittelmeer vorstossenden polaren Höhentroges maritime Arktikluft nach West- und Mitteleuropa, so dass die schauerartigen
Niederschläge in Lagen über 300 m wieder in Schnee übergehen. Selbst im Norden Schneeregen, nachts Schneefall. Im Norden einige Grade über 0, im Süden nur noch wenig über 0 Grad.

Auch nach dem kommenden Wochenende bleibt das teils winterliche, auch nasskalte Wetter erhalten, da die Troglage über Mitteleuropa immer wieder regeneriert wird.

Für die Bergländer über 500 m bedeutet dies gute Neuschneeauflagen.

Gruß Günter
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Re: Wetterentwicklungen Dezember 2017

Ungelesener Beitragvon Guenter5 » 5. Dezember 2017, 23:58

Der größte Teil unseres Gebiets liegt im EInflussbereich eines umfangreichen Hochdruckgebiets über Süd- und Westeuropa (1039 hpa Schweiz).

In der eingeflossenen feuchten Nordseeluft halten sich dabei vielfach weiterhin dichte Stratus- und Stratocumulusfelder, nur in höheren Lagen der Alpen sonnig. Höchsttemperaturen 3 bis 8 Grad,
nachts in Aufklarungsgebieten im Süden Frost. Das ruhige Wetter bleibt bis Donnerstag erhalten.

Ein z.Zt. über dem mittleren Nordatlantik liegendendes Tief zieht unter Verstärkung bis Freitag in das Nordmeer und leitet den Übergang zu einer Troglage ein.

Die Kaltfront dieses Tiefs greift am Donnerstag Abend in Begleitung eines Regengebiets auf den Norden über und erreicht am Freitag Mittag den Süden. Die rückseitig dieser Front
einströmende maritime Arktikluft führt zu schauerartigen Niederschlägen, die rasch bis in Lagen von 300 m in Schnee übergehen. Auch im Norden nachts Schneeschauer und tagsüber
Schneeregenschauer, an der Küste teilweise gewittrig mit Graupel. Höchsttemperaturen im Norden 2 bis 5.im Süden nur wenig über 0 Grad.

Am Sonntag unter dem Einfluss eines schwachen Zwischenhochkeiles kaum mehr Schneeschauer und recht kalt.

Nachfolgend von Westen her neue Tiefdruckstörungen, die zu einer Regenerierung der west- und mitteleuropäischen Troglage führen. In den unteren Lagen dabei nasskalt, oberhalb
400 bis 500 m weitere Schneefälle, sonst teils Regen, teils Schnee. 2 bis 4 Grad.
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Re: Wetterentwicklungen Dezember 2017

Ungelesener Beitragvon Daniel91 » 7. Dezember 2017, 13:24

@Günter,

Warum sind die Luftmassen derzeit trotz immer wiederkehrender Troglage nicht kalt genug, um bis ins Flachland für winterliche Verhältnisse zu sorgen?
Troglagen im Winter sollten doxch normal Schnee und Dauerfrost zu bieten haben, nicht nur nasskaltes Schmuddelwetter?

Und glaubst du an noch einen (Nicht-)Supermildwinter, wie von den Langfristmodellen berechnet?
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Re: Wetterentwicklungen Dezember 2017

Ungelesener Beitragvon Guenter5 » 7. Dezember 2017, 14:07

Daniel91 hat geschrieben:@Günter,

Warum sind die Luftmassen derzeit trotz immer wiederkehrender Troglage nicht kalt genug, um bis ins Flachland für winterliche Verhältnisse zu sorgen?
Troglagen im Winter sollten doxch normal Schnee und Dauerfrost zu bieten haben, nicht nur nasskaltes Schmuddelwetter?

Und glaubst du an noch einen (Nicht-)Supermildwinter, wie von den Langfristmodellen berechnet?


Dies ist relativ einfach zu beantworten:

Da wir noch am Anfang des Winters stehen, werden die bei den gegenwärtigen Troglagen einströmenden maritimen Arktikluftmassen(mA) über dem
Nordmeer und der Nordsee in den unteren Schichten angewärmt.

Käme die Strömung aus Nordost (Skandinavien) hätten wir es mit einer kontinentalen Arktikluft (cA) zu tun, die deutlich kälter wäre.

Wie das Wetter in diesem Winter wird, weiss ich auch nicht.
Doch rechnen alle Modelle (auch dass russische) nicht mit einem besonders kalten Winter, was eigentlich auch nicht verwunderlich ist bei diesen
caotischen Wetterentwicklungen.
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Re: Wetterentwicklungen Dezember 2017

Ungelesener Beitragvon Guenter5 » 8. Dezember 2017, 23:53

Auf der Rückseite eines umfangreichen Tiefs über Skandinavien fließt in Begleitung eines zugehörigen Höhentroges hochreichend labile maritime Arktikluft in unser Gebiet.

In dieser Luftmasse kommt es auch am Samstag noch zu einigen Schneeschauern, jedoch nachmittags mit abnehmender Tendenz. An der See auch Schneeregenschauer.

Höchsttemperaturen 2 bis 5 Grad, nachts vielfach leichter Frost.

Winterfans werden sich jetzt wahrscheinlich wieder ärgern, wenn sich von den Britischen Inseln her am Sonntag ein zyklonales System nähert und anfangs zu Schneefällen
führt, die relativ rasch in Regen bis in mittlere Lagen übergeht. Am Montag folgt von Frankreich her ein weiteres Tief mit kräftigem Regen. Höchstwerte in den Niederungen
meist 5 bis 8 Grad.

Auch im weiteren Verlauf liegt unser Gebiet unter zyklonalem Einfluss im Bereich eines umfangreichen west- und mitteleuropäischen Höhentroges und dem Zustrom
maritimer Polarluft aus dem Nordatlantik. Höchsttemperaturen 2 bis 6 Grad und Niederschläge nach Wochenmitte teilweise wieder bis in die Niederungen als Schnee oder
Schneeregen.

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Re: Wetterentwicklungen Dezember 2017

Ungelesener Beitragvon Guenter5 » 11. Dezember 2017, 22:21

Bis etwa zum Wochenende bleibt die unbeständige und in den Niederungen teilweise nasskalte Lage erhalten.

Das z.Zt. von Frankreich über das südliche Niedersachsen nordostwärts weiterziehende Tief führt zunächst noch zu verbreiteten Niederschlägen, die im Nordwesten anfangs noch teilweise
als Schnee fallen, aber nachlassen und am Dienstag meist in Regen übergehen. Sonst aufgelockerte Quell- und Schichtbewölkung und kaum mehr Regen. Höchsttemperaturen um 5 Grad.

Im Laufe der Woche greifen vom Nordatlantik her immer wieder frontale Systeme auf unseren Raum über und bringen neben viel Wind auch immer wieder teils schauerartige
Niederschläge, teilweise mit Gewittern und oberhalb 400 m vielfach als Schnee. Höchsttemperaturen wenig verändert.

Am Wochenende kommt es im Bereich eines durchziehenden langwelligen Höhentroges zu weiteren Schneeschauern bis in tieferen Lagen und vorübergehend wieder winterlichen
Bedingungen. Höchstwerte je nach Höhenlage in den Niederungen 2 bis 4 Grad.

Nach vorübergehender möglicher Wetterberuhigung setzt sich im weiteren Verlauf voraussichtlich eine milde westliche Strömung durch. Dabei vor allem im Norden sehr unbeständig.

Gruß Günter
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Re: Wetterentwicklungen Dezember 2017

Ungelesener Beitragvon Guenter5 » 14. Dezember 2017, 00:12

Mitteleuropa liegt zunächst weiterhin unter dem zyklonalem EInfluss einer West- bis Nordwestlage im Zustrom maritimer Polarluftmassen aus dem Nordatlantik. Diese Luftmassen sind naturgemäß
*angewärmt* und hinterlassen über unserem Raum einen nasskalten EIndruck.

Die zugehörigen Störungen eines Nordmeertiefs überqueren unser Gebiet mit schauerartigen Niederschlägen, die auch im Flachland teilweise als Schnee fallen. Höchsttemperaturen um 5 Grad.In
höheren Lagen über 500 bis 600 m kaum mehr über 0 Grad.

Bereits am Freitag kommt es zur Trogbildung über unserem Gebiet, so dass am Wochenende ein umfangreicher Höhentrog über West- und Mitteleuropa liegt.

Dabei kommt es über unserem Gebiet zu weiteren Schneeschauern, nur an der Küste teilweise Regen. Höchsttemperaturen 0 bis 3 Grad, Nachtfrost.

Mit dem Übergreifen eines Hochdruckkeils von Südwesten her lassen die Schneeschauer am Sonntag allmählich nach. Mäßig kalt.

Unter vorwiegend antizyklonalem Einfluss im weiteren Verlauf am Rande eines kräftigen Westeuropahochs voraussichtlich ruhiges Wetter mit deutlicher Milderung in den höheren Lagen.
Im Norden von Germany leicht unbeständig. Sonst zwar vielfach Schichtbewölkung, aber kaum Niederschlag. Temperaturen meist über 5 Grad.
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