Quicklinks: Wetter im Winter 2017/18DezemberWeiße Weihnachten 2017?WetterwarnungenWarnlagenberichtLangfristmodell

Patagonien - wirklich soo kalt?

Wie verändert sich das Klima?
Werbung

Patagonien - wirklich soo kalt?

Ungelesener Beitragvon cafl » 16. August 2017, 21:09

Hallo,

im unten angegebenen Zitat (1) wird behauptet, dass der patagonische Winter kalt ist. Ich konnte mir das allerdings nicht vorstellen, da auf der Südhalbkugel (abgesehen von der Antarktis) die entsprechenden Landmassen fehlen, um ein richtiges Kontinentalklima vgl. mit Kanada oder gar Sibirien herbeizurufen und die Klimadiagramme (2) bestätigten meine Vermutung. Die Winter sind sogar milder als in Deutschland.

Wieso wird also behauptet, dass der Winter dort so kalt ist? Diese Behauptung habe ich auch nicht nur einmal gelesen.

"Die Wintermonate von Mai bis September werden in der Regel sehr kalt und viele Regionen Patagoniens sind dann verschneit." (1)

(1) http://www.reisezeit.co/patagonien-reisezeit/

(2) https://de.wikipedia.org/wiki/Bariloche#Klimatabelle
https://de.wikipedia.org/wiki/Ushuaia#Klima
cafl
Gerade reingestolpert
 
Beiträge: 1
Registriert: 16. August 2017, 20:40

Werbung
 

Re: Patagonien - wirklich soo kalt?

Ungelesener Beitragvon Guenter5 » 17. August 2017, 20:39

Heute zum Mittagstermin 12 Uhr UTC
melden die Wetterstationen im Süden Maxima von 1 bis 2 Grad bei leichtem Schneefall. Nach Norden hin ist es mit maxima von 5 Grad etwas milder.

Von der Antarktis her kann es sehr ungemütlich werden, insofern stimme ich zu dass kein kontinentales Klima herrschen kann.
Guenter5
Wetter ist sein Leben?
 
Beiträge: 4355
Registriert: 9. November 2008, 12:05
Wohnort: Leonberg/Stuttgart
Höhe: 350
Wetterstation: WS 550

Re: Patagonien - wirklich soo kalt?

Ungelesener Beitragvon Gartenzwerg » 21. August 2017, 20:14

Wenn im Winter nach Deutschland "polare Meeresluft" direkt von Norden nach Süden einfließt und zur Ruhe kommt, dann kann es hier auch schon ganz schön kalt werden. -5° oder kälter. Hier bei mir im Gebirge bringen solche Kaltlufteinbrüche sogar im April noch Schnee, der mehrere Tage liegen bleiben kann. Nur direkt von Osten kommende Hochdruckluft ist dann noch kälter (kontinentale Kaltluft).
Ich schätze, bei entsprechender Lage kann das in Patagonien auch passieren.

"Sehr kalt" ist natürlich auch Ansichtssache. Wenn ich hier Winter habe, in denen es kaum mal unter -10° geht, und meistens um 0° die Tiefsttemperaturen liegen, dann ist das für mich ein milder Winter. Sehr kalte Winter sind hier solche, in denen es mehrere Wochen oder gar Monate kaum Plustemperaturen gibt und die Tiefsttemperaturen zwischen -10 und -24° pendeln.
Insofern würde ich sagen, das Patagonien milde Winter hat. :mrgreen:
Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie es ist!
Gartenzwerg
Ist öfters hier
 
Beiträge: 110
Registriert: 8. Februar 2010, 14:55
Wohnort: im Garten im südöstlichen Mittelgebirge
Höhe: 560

Werbung
 

Zurück zu Klimadiskussion

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste