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Das Wetter kann gehörig nerven!

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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Frosch Willi » 24. Juli 2017, 08:21

Guten Morgen Gartenzwerg und ´Nachbar´!

Da Du gerade vom Sommer sprichst ... :mrgreen: ! (hältsichverkrampftamschreibtischfestundversuchtnichtloszuschreien)

Dieser Sommer mit seinem Hin und Her belastet das Nervenkostüm. Letzte Woche hatten wir nachts 6° Grad und tagsüber stieg das Thermometer auf sagenhafte 17° Grad. Kommende Woche soll es noch kälter werden. In Oberfranken am Dienstag und Mittwoch maximal 14° Grad, eher weniger und hinzu kommt noch eine Menge Wasser von oben. Ich genieße es normalerweise, abends lange im Freisitz oder auf der Terrasse zu hocken, ein kühles Blondes zu trinken und mit meinem Frauchen anhaltende Gespräche zu führen, die Petroleumfunzel auf dem Tisch. Das hat was! Nur kann ich die Tage, an denen solche Aktionen diesen Sommer möglich waren, an einer Hand abzählen. Wir hatten schon wärmere Winter, aber ehrlich!

Berufsbedingt habe ich den Garten in Bezug auf die Arbeit auf das Nötigste reduziert. Ein paar Büsche, Rotholz, Obstbäume (Kirschen, Birnen, Äpfel . . . kann man dieses Jahr vergessen), ein pflegeleichter Steingarten und ein Gewächshaus für Gurken, Peperoni und Tomaten. Im Augenblick ziehen wir in Sri Lanka und Marokko ´geklaute´ Pflänzchen hoch. Besonders schön wird der Papyrus, den wir momentan in der Küche haben und der irgendwann in den Gartenteich soll. Es ist ein Versuch. Im Sommer (???) wird es wohl keine Probleme geben, aber im Winter sehe ich da einige Schwierigkeiten. Ein Bekannter von mir, ein absoluter Spanien-Fan, hat sich ein Häuschen im spanischen Stil gebaut und im Garten diverse Palmen, Kakteen und sonstige Mittelmeerpflanzen gesetzt. Selbst seine Kräuter beschweren sich nicht über die Kälte. Von ihm bekomme ich immer frischen Oregano. Die bleiben auch im Winter draußen und es ist verrückt . . . das Zeug wächst wie Unkraut!

Tropisches Klima ist heftig. Meine Frau und ich sind uns einig: Nie mehr im Sommer in solche Gebiete. Wir haben ohnehin im Augenblick die Faxen dicke von Ländern, in denen der Gast vom allgegenwärtigen Elend erschlagen wird. Ich persönlich kann auch das Betteln an jeder Straßenecke nicht mehr ertragen. Irgendwer hat den Leuten in diesen Ländern erzählt, dass jeder Deutsche, der dort auftaucht, Millionär ist und nichts für sein Geld tun muss. Mir haben sie in Galle eine brennende Zigarette aus dem Mund geklaut. Ganz ehrlich, das braucht man nicht. Wir sind im Herbst nochmal für ein paar Tage an der Ostsee in unserer Ferienwohnung in Ahlbeck und für nächstes Jahr steht Kanada oder Kalifornien auf dem Plan. Ich sehne mich nach Urlaub in der Zivilisation, wo man nicht den ganzen Tag damit beschäftigt ist, wie beim Slalom allen Bittstellern aus dem Weg zu gehen.

Jetzt wollte ich an sich kommende Woche Stück für Stück mein Winterauto (DB C200, Bj. 1996), das ich mir letzte Woche geholt habe, aufbereiten, Ölwechsel machen, Zündkerzen und Luftfilter tauschen, den Lack reinigen und wachsen und die paar Roststellen behandeln. Das kann ich wohl vergessen . . . wettertechnisch. Und mir fehlt eine Halle oder ein Carport, wo ich im Trockenen arbeiten kann. Der Wagen ist gut in Schuß, es ist nicht viel zu machen. Ich will ihn nur ein paar Winter behalten, weil ich mir meinen neuen Wagen nicht im Winter versaue. Nicht in Hof, denn ich kenne keine Stadt, in der man so überaus großzügig mit Streusalz, Sole und Split umgeht. Mein letzter Wagen sah nach drei Wintern erbärmlich aus (haufenweise Steinschläge, Flugrost, Bremsen verrostet usw.)! Da ich aus Erfahrung weiß, dass die Amerikaner zwar gute Autos bauen, der Lack aber sehr empfindlich ist, bleibt mein Pferdchen im Winter sauber in der Garage.

Man hört sich!

Vielleicht hast Du ein paar Tipps, was ich mit dem Papyrus machen kann?

Gruß

Frosch Willi
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Gartenzwerg » 25. Juli 2017, 10:19

Hallo, Frosch!

Wie es aussieht, bestätigt sich wohl meine Befürchtung weiterhin. Ich überlege, den Gemüsegarten abzuschaffen und mir nur 2 Schafe hin zu stellen, die das Gras abfressen und dabei die Schnecken zertreten. Unglaubliche Mengen sind jetzt auch tagsüber unterwegs, weil es fast täglich regnet oder zumindest das Gras naß vom Tau ist.
Mein Kräuterbeet ist noch einigermaßen ok, obwohl auch da Schnecken drin herum kriechen.
Oregano, Thymian und Bergbohnenkraut kommen noch einigermaßen zurecht, am wenigsten gefällt dem griechischen Bergtee die Nässe.
Dabei hatte ich anfangs die Befürchtung, das dem der hiesige Winter nicht bekommt, aber den verträgt er besser als den hiesigen Sommer :shock:
EInen Gartenteich habe nicht, ich würde aber denken, das Papyrus nicht winterhart ist. Vielleicht solltest Du den in einen Korb pflanzen und über den Winter in einen frostfreien Raum mit ner alten Badewanne voll Wasser umsiedeln? http://www.gartenteich-ratgeber.com/pfl ... pyrus.html

Das einzig Gute am Wetter ist, das es jetzt mit den Pilzen losgeht. Hab letzte Woche in einer Stunde 1kg Pfifferlinge gefunden. Auch die ersten Steinpilze und andere Arten gibt es jetzt.

An Urlaub ist erstmal nicht zu denken, da wir einen alten, kranken Hund haben, der nur noch ein paar 100m laufen kann und auch nicht mehr Auto fahren.
2 Wochen Sonne und Wärme am Stück wären aber für die Stimmungsaufhellung dringend nötig...Naja.

Ich habe gerade mal meine Wetteraufzeichnungen der letzten 6 Jahre durchgesehen und mit Erschrecken festgestellt, das es schon Jahre her ist, das wir im Hochsommer (Mitte Juni bis Mitte August) mal 2 Wochen Sommersonne am Stück hatten. Meist gab es nur 3-4 Tage Hitze, danach Temperaturstürze und lang anhaltende mittelmäßige Temperaturen mit vielen Niederschlägen.
Wie ich das so geballt gesehen habe, ist mir erst richtig klar geworden, wie sehr sich hier das Klima geändert hat, vor allem gerade im Sommer.
Das Auto brauchen wir nicht mehr in die Waschanlage fahren, es sieht immer frisch gewaschen aus :lol:

So, genug jeschimpft, jetzt regnet es gerade nicht, das Auge des Tiefs ist gerade über uns und ich werde mal in die Pilze gehen und etwas fürs Mittagessen suchen.

Grüße
Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie es ist!
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Frosch Willi » 26. Juli 2017, 09:33

Moin moin, Gartenzwerg!

Danke für den Tipp mit dem Papyrus. Die Idee mit dem Korb ist echt gut. Und ich fürchte auch, dass er den Winter nicht übersteht. Die Frage ist nur. Was tun, wenn der so weiter wächst? Papyruspflanzen werden bis zu 4 Meter hoch. Also zu hoch für den Keller und zu groß für einen Korb! Kommt Zeit ... kommt Rat ... kommt Attentat! Uns wird dann schon was einfallen! Vielleicht siedle ich den Papyrus dann in Deinen Garten um? :?

Ich sehe das mit den besch ... eidenen Sommern der letzten Jahre genau so. Was nützen die wenigen heißen Tage (an denen es BRUTAL heiß ist), wenn dann das Wetter wieder kippt? Dieses Auf und Ab ist auch nicht gesund. Ich sehe es an meinen alten Patienten. Die leiden bei diesen Temperaturschwankungen wie die Hunde. Ich weiß nicht, ob ich das hier mal erwähnt habe. Vor geschätzt 15 Jahren hatte ich eine Diskussion mit Freunden über die Klimaveränderung. Spontan sagte ich:

"Das Klima wird sich soweit verändern, dass die Sommer kälter und die Winter wärmer werden. Irgendwann haben wir das ganze Jahr über das selbe Wetter und die Temperaturen pendeln sich über das Jahr zwischen 17° und 20° Grad ein."

Wenn wir ehrlich sind, geht es doch in diese Richtung. Ich erinnere an Dezembermonate mit über 15° Grad und dann an das , was aktuell geschieht. Die Kälte in dieser Woche ist für die Jahreszeit gesehen eine Frechheit. Klar gibt es immer wieder Abweichungen und wie man sieht auch extreme Abweichungen. Aber wenn sich diese Werte über Jahre nachweislich halten, dann ist das schon bedenklich.

Was mich immer wieder wundert, ist, dass sich das Klima in Euroa stärker zu wandeln scheint, als beispielsweise in den USA. Mein Cousin lebt in den Twin Cities (Minneapolis - St. Paul) in Minnesota. Und er lebt und arbeitet dort seit über 20 Jahren. Er ist jedes Jahr zweimal bei uns zu Besuch und wundert sich auch jedes Mal über das Wetter bei uns. Er weiß immer nicht, welche Kleidung er einpacken soll, weil das Wetter bei uns unberchenbar ist. Seinen Schilderungen nach hat es (zumindest in Minnesota) noch RICHTIGE Jahreszeiten . . . die bei uns so langsam aber sicher im Nirwana verschwinden. Und der Vergleich zwischen Deutschland und Minnesota ist aufgrund der geologischen Lage gar nicht verkehrt. Überschwemmungen, warme Winter ohne Schnee oder verregnete Sommer kennt man dort nicht. Das nur Nebenbei!

Ich habe ja durchklingen lassen, dass mich das Wetter zum Teil gehörig nervt. Und wenn es jeden Sommer heißt ´Für die Jahreszeit zu kalt´ und jeden Winter die Meldungen kommen ´Für die Jahreszeit zu warm´, dann soll mal jemand behaupten, dass es keinen Klimawandel gibt. Inwieweit dieser tatsächlich von Menschen beeinflusst ist, bezweifle ich immer stärker . . . auch, wenn ich damit ein Tabu breche. Ich halte uns Menschen nicht für so wichtig, dass wir auf diese schöne, blaue Kugel einen derartigen Einfluss haben. Inzwischen halte ich dieses ganze ´Deutschland-rettet-die-Erde-Getöns´ für einen Gag. Da werden Abgaswerte der Autos manipuliert, weil die Vorgaben schlichtweg nicht zu erreichen sind, dann knüppelt man auf die Dieselfahrer ein (wer liefert dann das frische Gemüse zum Edeka, wenn man die Diesel alle von den Straßen verbannen will?) und parallel ´verpesten´ unzählige Frachtschiffe, Kreuzfahrtschiffe und Tanker die Luft, weil sie mit Schwerölen laufen. Man entwickelt hochgiftige Glühbirnen, welche ständig kaputt gehen und die bei der Produktion mehr die Umwelt schädigen, als wenn man eine alte Glühbirne benutzt, welche etwas mehr Strom braucht. Oder denken wir an diese Wahn mit den Elektroautos. Was ist mit der Entsorgung (und Herstellung) der Akkus? Hat darauf jemand eine Antwort? Und während die EU-Kommission sich immer wieder etwas neues einfallen lässt, entwickeln Bayer & Monsanto immer mehr Gen-Technologien, welche mehr und mehr in die Natur eingreifen. VW hat einen neuen Kunststoff für Armaturenbretter und Türverkleidungen entwickeln lassen, welcher sich nach etwa 8 Jahren beginnt aufzulösen (kein Scherz). Ich weiß das, weil ein Verwandter von mir bei VW in der Entwicklungsabteilung arbeitet. Aber alle zwei Jahre kommt der Schornsteinfeger zu mir und testet die Rußpartikel meines Feststoffbrenners bei Toleranzwerten von 40%! Das ist doch für´n Arsch!

Ich befürchte inzwischen, dass es sich hier um eine gewaltige Gelddruckmaschine handelt.

Sei es drum!

Freue mich, mal wieder von Dir zu hören. Und steinige mich nicht wegen meiner Meinung! In Deutschland muss man inzwischen sehr vorsichtig sein, was man sagt oder schreibt.

:mrgreen:

Frosch Willi
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Gartenzwerg » 26. Juli 2017, 14:19

Hi!

Eigentlich kann ich Deiner Meinung im Groben zustimmen. Damit bist Du auch nicht der Einzige, viele Leute denken so.
Allerdings halte ich es durchaus für möglich, das wir bis zu einem gewissen Grad für den Klimawandel verantwortlich sind, denke aber auch, das man den Tiefstpunkt der letzten "kleinen Eiszeit" nicht als Maßstab nehmen kann für das, was als "natürliches" oder "nicht von Menschen beeinflußtes" Klima bezeichnet.
Das heißt, ich bin der Meinung, das man z.B. den Zeitraum nach 1900, als die Kleine Eiszeit vorbei war, als Bezugspunkt für das, was "normal" ist, nehmen müßte.
Dann wäre allerdings das Potenzial für Panikmache und Schuldkult (inkl. Ablaßhandel) wesentlich geringer.

Wenn man wirklich das Klima "retten" wollen würde, müßte man die Menscheit auf ein Zehntel reduzieren und deren Konsum auf vorindustrielles Niveau senken. Also statt E-Auto Ochsenkarren und Pferdekutsche :) und statt Bananen aus Südamerika im Winter Möhren aus dem Garten.
Das will natürlich kaum jemand (auch Du würdest arbeitslos werden :wink: ), weil man kein Interesse daran hat, ein gesundes Leben mit körperlicher Arbeit und selbst angebauten Lebensmitteln zu führen.
Insofern sehe ich den ganzen Klimarettungswahn als einen Strohmann an nach dem Motto: Wasch mich, aber mach mich nicht naß! In Wirklichkeit soll alles so bleiben wie es ist. Die einen arbeiten sich zu Tode, die anderen kassieren die Milliarden und lachen sich über die Dummheit scheckig...
Mir ist auch schleierhaft, welchen Sinn es haben soll, einen Schornstein, der seit 100 Jahren steht und früher 2x im Jahr gekehrt wurde, nun 4x im Jahr zu kehren.
Einziger Grund: ich bezahle jetzt anstatt 11 DM vor 20 Jahren 19€ für jede Kehrung und zusätzlich noch 100€ für die Inspektion alle 4 Jahre, die es früher gar nicht gab. Ansonsten ist alles gleich. Ist für mich nichts weiter als Abzocke.

Das die Politiker schon mächtig abgehoben sind, zeigt das Abgas-Beispiel ganz gut. Man kann die Gesetze der Physik nun mal nicht mit Abgasgesetzen außer Kraft setzen. Der Verbrennungsmotor ist an seiner Verbesserungsgrenze angelangt, kein Wunder, das da manipuliert werden muß, um die ideologisch verblendeten Politiker zufrieden zu stellen. Andererseits wäre es leicht, Abgasmengen zu reduzieren, indem man z.B. einfach Tempolimits einführt und nur noch leichte Kleinwagen zuläßt.
Wozu muß man mit 1,5 t Metall und Plaste seine 80kg Mensch durch die Gegend karren, während das Nahverkehrsnetz ausgedünnt, marode oder überlastet ist?
Also, es gäbe durchaus Wege, das Klima "zu retten", aber sicher nicht, indem man mit einer Hand etwa macht und mit der anderen hinten wieder einreißt.
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Gartenzwerg » 14. September 2017, 09:03

Nachdem nun auch dieser Sommer wieder ins Wasser gefallen und unterkühlt war, macht der Herbst dort weiter, wo der Sommer aufgehört hat.
Und nun kommen auch noch solche Panikmacher wie Schellnhuber aus ihren Ecken und wollen uns erzählen, das demnächst hier die Wüste erscheinen soll :lol: :lol:
Merkt der eigentlich nicht selber, wie bescheuert er ist? Seit Juli regnet es hier mindestens 3 Tage pro Woche mal mehr, mal weniger, das Gemüse im Garten verfault, man tritt seit Monaten bei jedem Schritt auf Wegen und Wiesen auf Nacktschnecken und jetzt fange ich auch schon wieder an, zu heizen.
Dabei wurde uns schon vor 30 Jahren von sogenannten Experten erzählt, das wir hier in 30 Jahren mediterranes Klima haben würden. :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: Mir kommt es eher so vor, als hätten wir zunehmend schottisches Klima.
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Frosch Willi » 18. September 2017, 08:37

Guten Morgen!

Im Augenblick ist mir nach Davonlaufen. Mitte September und wir haben eine Kälte, dass es der Sau graust. Im Laufe der Woche sind bei uns bestenfalls tagsüber 13° Grad zu erwarten . . . bestenfalls. Da fragt man sich, was uns im Herbst und Winter erwartet. Obwohl, ich hatte es in den Wettermeldungen schon geschrieben, dass es wohl diesen Winter erneut ´für die Jahreszeit zu warm´ wird, Januar und Februar sollen sogar deutlich zu warm werden.

Was mir gehörig stinkt, ist, dass mein Projekt ´Gartenbahn´ dieses Jahr schon wieder ins Wasser gefallen ist. Ich habe nur die Wochenenden, um die Bahn anzulegen und das ist eine Menge Arbeit. Die Stromversorgung legen und das Gleisbett anlegen ist schon eine Aufgabe, aber ich habe mir irgendwann eingebildet, etwas mit Felsen und Tunnels zu machen. Von dem Gedanken bin ich erstmal abgekommen. Das ist was für Rentner, nicht für jemanden, der täglich 12 Stunden und mehr ackert. Nun hatte ich geplant, im Frühling die Stromversorgung zu legen und dann im Laufe des Sommers das Gleisbett und die Gleise. In den letzten Wintern habe ich mit meiner Frau die Häuser gebaut, vom Bahnhof über Stellwerk, Sägewerk, Wohngebäude, Villa, Lokschuppen usw. was richtig Spaß gemacht hat. Ich habe den ganzen Krempel schon seit Jahren zuhause lagern. Gleise, Weichen, Loks und Waggons, Signale. Teils neu, teils gebraucht gekauft, denn das ist ein teuerer Spaß. Inzwischen bin ich so weit, das Zeug zu verkaufen. Entweder scheitert es am Wetter, oder ich bin nach einer harten Woche so dermaßen platt, dass ich es gerade mal schaffe, den Garten in Ordnung zu halten. Bei mir läuft das alles nur nebenher.

Garten . . . !

Rasenmähen ist seit Wochen nicht drin, weil alles nass ist. Heckenschneiden ging nicht wegen dem Wind. Ich habe ein paar Bäume zurückgeschnitten, weil ich bisher nicht dazu gekommen bin und überlege, meine zwei Birken zu fällen. Der eine Baum hat stattliche 8 Meter und nimmt den wenigen Beeten, die ich habe, die Sonne. Die zweite Birke hat dermaßen ausladende Äste, dass mir im Herbst das ganze Laub auf die Garage fällt und den Regenablauf verstopft. Schneide ich die Äste auf der einen Seite, verliert der Baum sein Gleichgewicht, da er ohnehin wild an einem Hang gewachsen ist und nicht gerade steht. Außerdem nimmt er mir im Sommer das Sonnenlicht. Das wird dann ein Projekt für nächstes Jahr. Ein zweites Projekt wird der Austausch von Erdreich. Wir haben vor einigen Jahren ein Nachbargrundstück gekauft, um Platz für eine große Garage zu schaffen (6m Garage plus 4m Abstellraum). Auf dem Grundstück war früher eine Baumschule und entsprechend ist der Boden, ganz abgesehen davon, dass überall noch das Wurzelwerk der Bäume im Boden ist. Ich leihe mir von einem Patienten den Minibagger (mit einem großen Bagger komme ich nicht auf das Grundstück), dann wird alls bis auf 1 Meter rausgeholt und neu mit gutem Boden aufgefüllt. Auf dem Grundstück ist bis jetzt nur Rasen. Also, es sollte eigentlich Rasen sein, ist aber nur Moos und Farn. Ich habe dort vor 7 Jahren einen Kirschbaum gepflanzt, aber der fühlt sich aufgrund der verbrauchten Erde nicht wohl.

Es gäbe so viel zu tun . . . aber das Wetter muss mitspielen und die Zeit.

Meine Schneefräse steht derzeit zum Verkauf. Ich schätze, ich werde sie so schnell nicht mehr brauchen. Das Ding nimmt nur Platz weg und kam die letzten Jahre nie zum Einsatz mangels Winter. Ich denke zwar nicht, dass wir bald Wüste vor der Haustüre haben werden, aber klimatechnisch tut sich was und von den schönen, weißen Wintern habe ich mich bereits verabschiedet. Für einen Skifahrer und Schneefreund keine glückliche Entscheidung.

Wie war das mit der Einheitstemperatur? Wird nicht mehr lange dauern. Die Jahreszeiten verschwinden allmählich, die Sommer werden kälter (auch wenn es die Medien anders propagieren) und die Winter werden wärmer. Und bei uns ist es schon immer ein paar Grad kälter gewesen, als in anderen Teilen Deutschlands. Nur im Winter nicht (mehr)! Wenn ich da an die Winter früher im Erzgebirge denke. Wir haben dort Verwandtschaft und haben die zu Zeiten der DDR oft besucht. Und ich war mit meinen Cousinen und Cousins draußen und wir haben Schneemänner gebaut und sind mit Holzskiern den kleinen Hügel hinterm Haus runtergrutscht. War das herrlich! Wer einmal Weihnachten im Erzgebirge erlebt hat, will nie mehr was anderes!

Sei lieb gegrüßt

Frosch Willi

PS: Hatte ich Dir nicht auf Deinen letzten Post bereits geantwortet? Irgendwie geht mir hier ein Beitrag ab!
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Gartenzwerg » 21. September 2017, 14:27

Hallo, Frosch!

Ich kann keinen fehlenden Beitrag sehen...

Ansonsten stimme ich Dir voll zu. Das Wetter ist und bleibt saumäßig.
Ich habe mal meine Aufzeichnungen dieses Jahres zusammengefaßt:
79 Tage Sonne (davon nur 5 Tage zusammenhängend, Gesamtzahl 12 im Januar), je 4 (6!) im Februar und März(8), April (nur 4 einzelne Tage!) Mai 12 (4) und Juni 16 (4).
Im Juli gab es nur 7 einzelne Tage mit Sonne!!
Alle anderen Sonnentage standen einzeln oder zu zweit oder dritt mit immer langen Pausen dazwischen.
An 86 Tagen war es stark bewölkt, trüb oder bedeckt.
Und an 92 Tagen hat es zumindest 1x Niederschlag gegeben.
Es hat also das ganze Jahr noch nicht einmal 6 Tage mit Sonne am Stück gegeben!
Die Durchschnittstemperaturen dürften nur aufgrund der wenigen Tage mit mäßigem bis starkem Frost im Winter auf "normalem" Niveau liegen.
Hätten wir strengere Winter, dann sähe es wohl so aus, als würden wir uns in einer Kaltphase befinden, aber nicht in einer Klimaerwärmung.

Mich würde ja mal interessieren, wo die genaue Ursache liegt, das das Wetter so schlecht ist. Liegt es am Golfstrom, der sich abschwächt bzw. das Warmwasser nicht mehr so wie gewohnt transportiert? Wieso liegt das Azorenhoch viel öfter draußen auf dem Atlantik und reicht nach Norden anstatt nach Westen?
Verdunstet weniger Warmwasser und es kann sich dort das Hoch öfter und länger halten weil die Luft kühler ist?

Ich bin mal gespannt, wo das noch hin führt...

Viele Grüße nach Hof!
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