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Das Wetter kann gehörig nerven!

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Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Frosch Willi » 25. April 2016, 09:01

Ich möchte jetzt einmal etwas ´Dampf ablassen´, vielleicht fühle ich mich danach wohler.

Seit ich denken kann bin ich ein extrem wetterfühliger Mensch. Aus diesem Grund bin ich nach 12 Jahren am Bodensee, eine der schönsten Gegenden Deutschlands, zurück in meine alte Heimat Oberfranken, eine der langweiligsten Gegenden Deutschlands, gezogen, weil hier das Wetter (früher zumindest) . . . wie soll ich sagen? . . . ehrlicher war.Der dauernde Föhn am schwäbischen Meer und die extrem heißen Sommer haben mir zugesetzt, aber auch die warm-feuchten, nebligen Winter ohne Schnee konnte ich nicht mehr ertragen.

Nun bin ich seit 2009 zurück und stelle fest: Auch hier haben sich Klima und Wetter enorm verändert. Früher nannte man unsere Region ´Klein-Sibirien´ und ich habe Fotos zuhauf, bei deren Betrachtung man meinen könnte, sie wären im nördlichsten Alaska aufgenommen. Schneeberge höher als mein Geländewagen, den ich damals fuhr! Herrlich!

Ich gebe zu: Ich bin ein Wintermensch!

Nun denke ich an die letzten drei Jahre zurück und an die Winter, die wir hatten. Nämlich keine! Weihnachten mit 19° Grad, Dezember ohne Frost und Schnee, ein paar Flöckchen im Januar und Februar. Dem gegenüber standen seltsame Sommer mit sehr viel kühlen Tagen und einigen extrem heißen Tagen, welche am Ende dafür sorgten, dass man von ´Jahrhundertsommern´ sprach. Aber zwei Körner Sand machen eben keine Wüste! Da ich regelmäßig Wetteraufzeichnungen mache, fiel mir auf, dass manche Dezembertage wärmer ausfielen, als Tage im Juni und sogar Juli. Auch mein Eindruck, dass sich die Jahreszeiten nach hinten verlagern, wird mir immer wieder von Dritten bestätigt. Polarwirbelsplit, Majorwarming und Minorwarming, blockierende Hochdruckgebiete, fast ständiger Westwind, der warme Luft in den Wintermonaten ´gen Norden schaufelt . . . was auch immer es sein mag, es nervt! Ich bin kein Wetterforscher und Laie auf dem Gebiet, aber ich weiß, was dieses seltsame Wetter anrichtet. Die Natur spielt verrrückt (ich bin Waldbesitzer und nach solchen Wintern wie den letzten wird es teuer, weil sich die Schädlinge pudelwohl fühlen), mangels Niederschläge (bei uns ein großes Problem, wie ich in einem anderen Beitrag schon schrieb und anhand von Beispielen erklärte) müssen unsere Landwirte ihre Felder bewässern und Waldbrandgefahr ist bei uns im Sommer ständig ein Thema! Da ich in der Medizin arbeite, erlebe ich, wie sehr dieses unregelmäßige Wettertreiben, der Verlust echter Jahreszeiten gerade den älteren Menschen zu schaffen macht. Die Fälle von Herzrhythmusstörungen, Kreislauf-Kollaps, Herzinfarkt, Schwindel, Bluthochdruck usw. mehren sich in warmen Wintermonaten oder bei extremen Wetterwechsel. Rheumatiker leiden wie die Hunde.

Und nun blicke ich aus dem Fenster, heute ist der 25.April 2016 und wir hatten gestern am Abend derart dichten Schneefall, wie wir ihn in den letzten fünf Monaten nicht hatten. Bäume, Häuser, Wiesen . . . alles ist von Schnee bedeckt. Nur vier Monate zu spät! Liest man die Zeitung, dann wird berichtet von unzähligen Verkehrsunfällen aufgrund des Wintereinbruchs. Jeder war froh, dass der Regen der letzten Wochen (endlich Regen!) das Salz von den Straßen gespült hat. Heute morgen wurde ich wach durch das gelbe Warnlicht und das Getöse des Streuwagens!

Im Winter für die Jahreszeit zu warm, im Sommer für die Jahreszeit zu kalt. Das ist die Grundregel der letzten Jahre. Bereits vor Jahren äußerte ich die Befürchtung, dass wir uns einer Jahresmitteltemperatur annähern könnten. 12 Monate im Jahr täglich im Schnitt 20° Grad! Was für ein Albtraum!

Ich beneide jene, denen das Wetter sprichwörtlich am Arsch vorbeigeht. Baut meine Werkstatt Mist, habe ich einen Ansprechpartner, dem ich die Leviten lesen kann. Schmeckt das Essen im Restaurant nicht, werde ich dies dem Kellner nicht vorenthalten. Dreht das Klima durch und das Wetter macht Kapriolen . . . bei wem soll man sich beschweren? Es sind besonders die Dinge, die man nicht ändern kann und hinnehmen muss, wie sie sind, die besonders nerven. Der Witz dabei ist aber, dass die Klimaveränderungen in dem Ausmaß wohl nicht hätten sein müssen. Da dürfen wir uns alle mal an die Nase fassen!

Nun darf man gespannt sein, wann ich endlich mit der Gartenarbeit beginnen kann. Wie es aussieht, wird es im Mai auch nur zögerlich wärmer und ich befürchte, dass dieser Sommer gewaltig ins Wasser fällt.

Schönes Wetter Euch allen . . . und immer cool bleiben!

:mrgreen:
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon michael » 3. Juni 2016, 08:32

Das Wetter ändert sich stetig, das Klima langsam - beeinträchtigt aber die Wetterentwicklung - alles ist im Fluss und nichts bleibt wie es einmal war.

Es ist eine Utopie der Menschen zu denken, dass immer alles so bleibt, wie es ist - aber mir geht es ähnlich wie dir :mrgreen:
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Frosch Willi » 7. Juni 2016, 08:23

Moin Michael,

sorry, dass ich mich jetzt erst für Deinen Beitrag bedanke. Ich habe zwei Wochen in Marokko verbracht und habe mich bei traumhaftem Sommerwetter königlich erholt. Wenn einem die Atlantikluft um die Ohren weht, sind selbst 35° Grad gut zu ertragen.

Und dann kommt man irgendwann nach Deutschland zurück!

Wir sind bei Platzregen und Gewitter vom Flughafen nachhause gefahren und seither regnete es mit Ausnahme von gestern jeden Tag. Über die Wassermassen, die vom Himmel kamen, muss ich nichts sagen. Man musste ja nur die Berichte im TV verfolgen. Eine Bekannte lebt in Simbach am Inn (Österreich). Ihr Haus ist sprichtwörtlich versumpft, regelrecht weggespült. Die Wetterfrösche vom Fernsehen berichteten, dass sie seit unzähligen Jahren keine derartige Wetterfront erlebten. Ein Extrem jagt das nächste! Mein Garten stand unter Wasser, da der Boden (der nun jahrelang ausgetrocknet war), keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen konnte. Und die Temperaturen? Haben sich bei uns zwischen 11° und 15° Grad eingependelt, also kälter als letzten Dezember. Erst gestern wurde die 20°-Grad-Marke geknackt. Aber zum Ende der Woche soll es wieder kälter werden. Habe ich etwas anderes erwartet? NEIN! Früher hatte ich Sommerkleidung und Winterkleidung. Im Prinzip trage ich jetzt 12 Monate im Jahr die selben Klamotten und werfe mir, wenn erforderlich, einen leichten Mantel über. Meine kurzen Hosen liegen die meiste Zeit ungenutzt im Schrank und die Winterstiefel sind seit Jahren arbeitslos! Schön, so kann man auch Geld sparen!

In meinem Beitrag schrieb ich, dass ich befürchte, dass der Sommer ins Wasser fällt. Ich konnte ja nicht ahnen, wie recht ich damit habe.

Es geht vielen Menschen so, dass sie unter dem Wetter und dem Klima leiden. Nur wenige lassen sich darüber aus, weil grundsätzlich die Antwort kommt: "Warum regst du dich auf, du kannst es ja nicht ändern!" Das ist eine Standardreaktion, welche zwar wahr ist, aber nichts daran ändert, dass warme, schneelose Winter und kalte, verregnete oder kühle, zu trockene Sommer schlichtweg nerven und aufs Gemüt gehen. Nur einmal habe ich bisher erlebt, dass sich ein Radiosprecher von Antenne Bayern, welcher die Wettervorhersage machte, zu einer persönlichen Bemerkung hinreißen ließ, welche in die Richtung zielte, dass sich die Modeindustrie bei diesem Klimachaos etwas einfallen lassen müsse: Sommerkleider im Dezember und Mäntel im Sommer wäre wohl der neueste Trent! Ganz ehrlich? Es war erfrischend öffentlich zu hören, dass es Menschen gibt, die davon ebenso angepisst sind, wie ich selbst!

Warten wir ab, was der Sommer noch bringt. Ich glaube nicht an Wunder. Wir werden sicher die einen oder anderen schönen Tage erleben und ... schwupps ... wird es einen Jahrhundertsommer 2016 geben, auch wenn die Stunden, welche man im Garten oder auf der Terasse verbringen konnte gezählt sind. Und dann bleibt uns darauf zu warten, dass es kurz vor Weihnachten wieder heißt: "Für die Jahreszeit zu warm!"

Keep calm! This is a thing called weather!
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Gartenzwerg » 6. April 2017, 10:13

Ich muß mich dem Frustablassen auch mal anschließen.

Auch wenn der Sommer 16 noch einen schönen und warmen, langen Ausklang hatte (hier waren es Ende September an die 30°), so finde ich das Wetter insgesamt immer "unnormaler". In den Monaten vorher gab es meist kühle und feuchte Wochen, in denen es fast täglich Niederschlag gab.
Was mich besonders nervt sind solche Lagen, wie gerade jetzt (Hoch über GB, Tiefausläufer von Norden, die zu einem Tief über Skandinavien/Osteuropa gehören)
und hier bei mir trotz hohem Luftdruck nur Kälte und Nässe (Nebel, Niesel oder mindestens Hochnebel) bringen.
Nachts ist es dauernd unter oder um 5°, tagsüber kaum 10°. Im Winter dauernd um die 0°, 90% LF.
Für mich als Gärtner ist das Wetter eindeutig schlechter geworden, da unberechenbarer und insgesamt kühler und feuchter. Das wird auch nicht durch vereinzelte Hitzeperioden wie vor 2 Jahren ausgeglichen.
Die milden Winter, in denen auch viel zu oft feuchte SO-und O- Lagen vorherrschen sind dafür auch kein Ausgleich, weil es dauernd trüb und dunkel ist.
Winter wie vor 20-30 Jahren, in denen es oft im Januar und Februar Kälte und Sonne gab, bei Schneedecken von 30 cm und mehr, gibt es schon lange nicht mehr.
Nun, solche Winter brauche ich nicht unbedingt, wenn wenigstens die Sommer besser wären...

Es geht vielen Menschen so, dass sie unter dem Wetter und dem Klima leiden. Nur wenige lassen sich darüber aus, weil grundsätzlich die Antwort kommt: "Warum regst du dich auf, du kannst es ja nicht ändern!" Das ist eine Standardreaktion, welche zwar wahr ist, aber nichts daran ändert, dass warme, schneelose Winter und kalte, verregnete oder kühle, zu trockene Sommer schlichtweg nerven und aufs Gemüt gehen.


Das sehe ich genau so! Schön, wem das Wetter egal ist. Die meisten Leute kriegen ja kaum was mit vom Wetter, weil sie immer in geheizten Räumen sitzen und sich allenfalls auf dem Weg zum Auto draußen aufhalten und ihnen ansonsten nicht bewußt ist, welche Auswirkungen das Wetter sonst noch hat (z.B. auf die Ernte).
Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie es ist!
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Frosch Willi » 19. April 2017, 09:11

Moin Gartenzwerg!

Irgendwie scheint hier im Forum nicht mehr viel los zu sein. Möchte jetzt doch mit einigen Tagen Verspätung auf Deinen Beitrag antworten. Ich bin selbständig und mein Tag hat irgendwas zwischen 12 und 14 Stunden (Arbeit natürlich). Da bleiben manche Dinge auf der Strecke.

Irgendwie tut mir das gut, wenn ich sehe, dass es anderen Menschn ähnlich geht, wie mir. Meine Frau sagt immer zu mir, ich wäre ein richtiges ´Wettermännchen´. Bei mir steht und fällt sehr viel mit dem Wetter.

Nun, Du schreibst, dass es keine Winter mehr wie vor 20 oder 30 Jahren gibt. Das ist leider so und mir fehlen diese Winter. Ich bin leidenschaftlicher Wintersportler, lebe aber in einer Region, wo mangels Berge eher Skilanglauf möglich ist. Ich habe früher immer am Wochenende die Skier angeschnallt und bin 15 km und mehr durch die verschneite Landschaft gelaufen. Ich habe mit meiner Tochter Schneemänner gebaut, die wochenlang unverändert standen und die wir manchmal freischaufeln mussten. Da gabe es keinen ´Eisregen´! Ich liebe es, im Winter Auto zu fahren. Ich weiß, wie verrückt das klingt, haben doch die meisten Panik, wenn nur ein Flöckchen fällt und der Straßendienst noch nicht unterwegs war. Ich hatte das herrlichste Erlebnis, als ich mit meiner Frau Anfang Januar (war es der 6. oder 7., ich weiß es nicht genau) von unserem Urlaub zurückgekommen sind und in Leipzig bei Schneeesturm landeten. Die ganzen 160 Kilometer von Leipzig nachhause fuhren wir auf Autobahnen mit geschlossener Schneedecke, nette Musik aufgelegt und in schöne Gespräche über den tollen Urlaub vertieft. Wir waren oft über Kilometer das einzige Auto auf der Straße und es war traumhaft. Nicht dieser schmierige, salzverklebte Matsch, den man sonst so findet. Und ich fahre keinen SUV mit Allrad, sondern einen Sportwagen. :D

Das kann richtig Spaß machen ... gerade in der steten Hetze unserer Zeit. Winter kann Freude machen, wenn man ihn nicht nur auf Schneeschippen und langsames Fahren reduziert.

Auch die Sommer sind nicht mehr so, wie sie einmal waren. Und ich verstehe es nicht, wenn man immer von ´Jahrhundertsommern´ spricht. Was war am Sommer 2016 denn so besonders? Gut, wir hatten einige echt heiße Tage, aber der Rest war durchwachsen. Und ´rumms´ schon meldeten die Medien, es wäre der heißeste Sommer seit werweißwann gewesen. Unfug! Wir haben einen schönen Garten und ich habe Spaß daran, in meinem Garten zu arbeiten. daher verstehe ich Dich gut. Wir haben vor zwei Jahren einen schönen Steingarten in Eigenarbeit angelegt mit Gartenteich und allem, was dazugehört. Tagelang in der Erde buddeln war ein schöner Ausgleich zu meiner Arbeit. Nur ist man bei der Gartenarbeit aufs Wetter angewiesen. Ich erinnere mich an die letzten Sommer. Ich lebe in einer der niederschlagsärmsten Regionen Deutschlands. Das war nicht immer so. Bei uns kann es vorkommen, dass wochenlang nicht ein Tröpchen vom Himmel fällt. Ach was ... monatelang. Bei Arbeiten an der Hauseinfahrt stellten wir letzten Jahr fest, dass der Boden bis 1 Meter Tiefe staubtrocken war. Unser Brunnen hatte immer einen Wasserpegel zwischen 2 und 3 Metern. In den letzten Sommern waren wir froh, wenn wir 40 cm Wasserstand hatten. Dann der Herbst 2016. Da ich nur am Wochenende Zeit hatte, den Garten winterfest zu machen und das Laub aufzufegen, war Essig mit diesen Plänen. Fast jedes Wochenende goß es in Strömen. Niederschläge, die wir die Monate zuvor schmerzlich vermisst haben und Wasser, welches der Natur fehlte. Das Laub blieb über den gesamten Winter liegen, da einfach nicht an Gartenarbeit zu denken war.

Und aktuell?

Ich erinnere mich an den Dezember 2016. Temperaturen von bis zu 16 Grad in der Vorweihnachtszeit waren bei uns ´normal´. Und jetzt, am Osterwochenende kam ein Kälteeinbruch und seit zwei Tagen haben wir eine geschlossene Schneedecke und Nachtfrost. Letzte Nacht schneite es so heftig ... Ich rechnete jeden Moment damit, dass ein Pferdeschlitten um die Ecke biegt. Was soll der Unfug? Und die Kälteperiode soll anhalten. Wir haben im April Winterwetter und im Dezember blühen die Veilchen! Ich schaue gerade aus dem Fenster und es fallen richtig dicke Flocken. Vor zwei Wochen saß ich mit meiner Frau in kurzen Hosen in einer Pizzeria in Nürnberg und vorletztes Wochenende habe ich einige neue Büsche im Vorgarten gesetzt. Nun habe ich die Winterjacken vom Dachboden geholt und die Stiefel geputzt. Unglaublich!

Ja, Wetter kann nerven, auch wenn es nicht zu ändern ist. Ich vermisse die typischen Jahreszeiten. Ein Frühlingsstart von 0° auf 20° Grad binnen zwei Wochen kann nicht gut sein. Trübe, graue und ´schwarze´ Winter mit Temperaturen um 10° Grad und Nebel sind nicht schön. Temperaturen von 5° Grad im Juli sind auch nicht ´normal´. Aber solche Dinge erleben wir zunehmend häufiger und wer sich viel in der Natur aufhält, draußen Sport treibt und Gartenarbeit macht, dem wird diese Veränderung schmerzhaft bewusst.

Ja, da hat sich Einiges verändert und das ist deutlich spürbar. Allerdings erlebe ich die Veränderung auch nicht in Form einer Erwärmung, sondern vielmehr in fehlenden Niederschlägen und eher in einer Abkühlung. Alles ist im Wandel ... aber viele Dinge verändern sich nicht zum Guten. Im Gegenteil!

Wäre schön, wieder was von Dir zu hören.

Bis dahin: Schönes Wetter für Dich und Deine Familie

Der Wetterfrosch Willi
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Frosch Willi » 19. April 2017, 09:16

PS:

Ich habe schon mal überlegt, ein Forum zu eröffnen, in welchem man sich völlig hemmungslos über das Wetter beklagen kann!

*grins*

:D
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Gartenzwerg » 19. April 2017, 13:29

Hallo, Frosch Willi!

Ich habe grad gesehen, weshalb wir beide so genervt sind vom Wetter: Wir wohnen gar nicht so weit auseinander. Nur ca. 40km. :lol: .
Ansonsten stimme ich Dir in vielem zu.
Und wenn man dann in ein gewisses Alter kommt, wo diverse Zipperlein auftreten, die dann durch gehäuft auftretende Wetterlagen verstärkt werden, dann ist das Wetter hier noch frustrierender. :(
Nun ja, anstatt in den Garten gehe ich dann eben in den Wald und hole mir Feuerholz, das macht auch Spaß und wärmt :mrgreen:
Irgendetwas positives muß man diesem Mistwetter abgewinnen :wink: . Womöglich muß ich ja wieder im August heizen, wie letztes Jahr, da kann der Vorrat nicht groß genug sein...

Viele Grüße aus der Nachbarschaft
Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie es ist!
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Frosch Willi » 20. April 2017, 08:45

Guten Morgen!

Das ist ja schön, hier einen Nachbarn zu treffen. Unser ´sehr spezielles´ Wetter ist schon wirklich ein Thema.

Ja, der Gesundheitsaspekt wird in Verbindung mit dem Wetter gerne übersehen. Das trifft mein Arbeitsgebiet. Ich betreibe eine Praxis für Physiotherapie in Hof. Nichts Riesiges, aber dank meiner Mitarbeiter sind wir in der Sparte in Hof und Umland recht beliebt. Und da werde ich oft mit dem Thema ´Wetter und Gesundheit´ konfrontiert. Zuerst bei meinen Patienten ... aber ich bin selbst auch nicht mehr der Knackigste. Kollegen in meinem Alter haben den Job schon lange hingeschmissen, weil dieses ständige Aushebeln schwergewichtiger Menschen, das Ziehen und Drücken, das Trainieren und Mobilisieren ganz schön auf die Knochen geht. Ich wuchte am Tag locker 1,5 Tonnen trägen Fleisches durch die Gegend. Dummerweise auch sehr viel junges Fleisch! Ich sehe mich noch mit 80 Jahren in meiner Praxis stehen und die 18-Jährigen behandeln, weil die sich nicht mehr bewegen können. :mrgreen:

Mir tun meine Rheumatiker leid. Gerade in unserer Region ist das Wetter im Winter für die Rheumatiker die Hölle. Und das, was da gerade abgeht (soeben schneit es wieder bei -2° Grad) sorgt für manchen Entzündungsschub. Patienten mit Herz-Kreislaufproblemen leiden unter unserem Klima auch sehr. Diese plötzlichen Temperaturschwankungen, die wir manchmal haben ... ! Laut einer Statistik, welche 2015 herausgekommen ist, sterben immer mehr Menschen im Winter wegen Herzversagen. Grund: Zu warme Winter bei ungünstigen Konstellationen. Warmfeuchte, neblige Winter sind für den Organismus belastender, als heiße Sommer. Nun laufen die Leute zwar durch die Gegend und verkünden, dass sie ´keinen Winter wollen´, aber sie klagen über Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindelgefühle, Bluthochdruck und die ganzen Wehwehchen. Da gibt es durchaus Zusammenhänge, aber diese im Detail zu erklären ist langwierig. Auch für Arthrose ist ein kalter, knackiger und nicht zu nasser Winter besser, als das, was wir in den letzten Jahren haben.

Tja, die Pflicht ruft. Patienten warten.

Ich hoffe nur, dass dieser Quatsch mit der Kälte bald ein Ende findet. Ich mag den Winter, aber bitte alles zu seiner Zeit. Im Dezember, im Januar. Nicht Ende April!

Liebe Grüße

Frosch Willi
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Gartenzwerg » 28. April 2017, 14:36

Beim Betrachten des Wetterfilmes http://www.wetteronline.de/wetterradar? ... &wrf=false
fällt mir heute eine sehr merkwürde Luftströmungs-Konstellation über Deutschland auf.
Im westlichen Teil kommt Schauerluft aus Westen, angetrieben vom Tief über dem Skagerrak, in einem Streifen von Mecklenburg bis zum Bodensee strömen Reste von Ostseeluft nach Südwesten, und in Bayern und Ostsachsen strömt Luft von einem Tief über den Alpen nach Nordosten.
All das auf wenigen Hundert Kilometern.
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Frosch Willi » 4. Mai 2017, 08:07

Manche Konstellationen sind schon recht interessant. Und wenn sich, wie bei diesem Beispiel, derartig unterschiedliche Strömungen auf relativ kleinem Raum bewegen, wundert so manches Wetterchaos nicht wirklich. Mich würden die Faktoren interessieren, die zu solchen Wetterentwicklungen führen.

Ich erinnere mich beispielsweise an die Zeit, als wir noch (beruflich bedingt) in Schwandorf in der Oberpfalz lebten. Das liegt schon einige Jahre zurück. Wir waren etwa vier Jahre in Schwandorf und ein solches Wetter habe ich vorher nicht und danach nie wieder erlebt. Meine Frau sagte immer scherzhaft: "Wir leben in einer Stadt ohne Wetter." Die Niederschläge in den vier Jahren konnten wir an zwei Händen abzählen. Oft beobachteten wir, dass dicke Regen- oder Gewitterwolken aufzogen. Diese teilten sich vor Schwandorf, zogen um die Stadt herum und liefen hinter der Stadt wieder zusammen. Ich weiß, wie irre sich das anhört! Ich habe es oft erlebt, dass ich morgens von Schwandorf zu meinem Arbeitsplatz nach Regensburg fuhr. In Schwandorf schien die Sonne und es war trocken. Kaum auf der Autobahn A93 regnete es wie aus Eimern und es schüttete den ganzen Tag. Abends zurück sah ich: In Schwandorf waren die Straßen staubtrocken! Nicht ein Tropfen Regen war gefallen. Ich machte irgendwann einmal ein Video von einer Anhöhe aus. Rundherum war es, soweit das Auge reichte, bedeckt. Nur über Schwandorf war ein fast kreisrundes, wolkenfreies Loch zu sehen und die Sonne schien. Dieses Phänomen haben wir sehr oft beobachtet. Im Gespräch mit Einheimischen erfuhren wir kurz nach unserem Zuzug, dass in Schwandorf eine der größten Müllverbrennungsanlagen Süddeutschlands steht. Ein Schwein, wer Arges dabei denkt! Man hatte den Eindruck, dass die ganze Stadt unter einer großen Käseglocke liegt.

Ähnlich interessante Wetterphänomene habe ich schon bei uns in Hof erlebt. Ein Regenschauer nur auf eine Verkehrskreuzung begrenzt! Rundherum trocken, nur über der Kreuzung gab es Platzregen. Das sah aus, wie bei Dreharbeiten zu einem Film mit Regenmaschinen. Völlig irre! Im Winter beobachten wir in der Region auch Vergleichbares. Wir leben ja nur unweit der tschechischen Grenze. Bei uns lässt der Winter auf sich warten und nur 15 Kilometer entfernt im tschechischen Asch ist alles tief verschneit.

Hätte ich die Zeit und die entsprechende Technik, würde ich mich gerne einmal mit der Erforschung solcher deutlich abgegrenzter Wetterphänomene beschäftigen.
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Gartenzwerg » 4. Mai 2017, 16:52

Sowas ähnliches kann ich hier auch beobachten. Gewitter ziehen oft rechts oder links an unserem Dorf vorbei.
Hat den Vorteil für mich als Gärtner, das es nur sehr selten und wenn, dann nur kurz, Hagel gibt.
Allerdings ist es nachteilig, wenn der Garten auf einen kräftigen Gewitterregen wartet.
Vor etliche Jahren gab es im Nachbardorf eine Überschwemmung durch ein Gewitter, das sich an einem Berg regelrecht festgefahren hatte, es sah aus wie der Weltuntergang, und hier konnte ich das ansehen, ohne naß zu werden, obwohl es nur 3km Luftlinie weg war.

Ein anderes, sehr erstaunliches Phänomen: Ein Gewitter, bei dem es nur 4 Donnerschläge gab, aber diese 4 waren Einschläge in einen Weidezaun, einen Baum in meinem Garten (hat aber nur die Spitze verbrannt), einmal hinterm Haus in die Wiese und einmal beim Nachbarn ins Dach (aber auch da nur minimaler Schaden).
Es sah so aus, als wäre nur über unserem Grundstück und den benachbarten ein Gewitter, denn ich habe das alles die ganze Zeit beobachtet und gar nicht mit einem Gewitter gerechnet, da es nur Wolken gab, aber keine Front, die von irgendwoher gezogen kommt, wie es üblich ist.
Geregnet hat es dabei gar nicht. Das war schon sehr seltsam.

Die Vorbesitzer unseres Hauses sagten mir mal, das die Gewitter so seltsam geworden wären, seit in den 70er Jahren eine neue Hochspannungleitung am Rande des Dorfes gebaut worden ist.

Vor etwa 10 Jahren wollte ich unsere Tochter von ihrer Freundin abholen, wo gerade Geburtstag gefeiert wurde.
Zu der Zeit war auch gerade ein Gewitter.
Als ich bei der Freundin auf den Hof kam, waren alle sehr aufgeregt, weil gerade ein Kugelblitz durch die Vordertür rein, durch den Hausflur und zur gegenüberliegenden Hintertür wieder raus geflogen war. Die Türen standen beide offen, weil es so schwül war und etwas Durchzug zustande kam.
Ich konnte es kaum glauben, aber die aufgeregten jungen Damen machten nicht den Eindruck, als hätten sie sich einen Spaß gemacht, sondern schienen eher verängstigt.
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Frosch Willi » 9. Mai 2017, 08:44

Moin Gartenzwerg!

Bin ich froh, dass ich nicht der Einzige bin, der solche seltsamen Wetterphänomene beobachtet. Ich hatte schon befürchtet, ich habe einen Sprung in der Schüssel. Seltsamerweise liest man auch nirgends etwas über solche Wetterkapriolen. Ein Gewitter mit vier Donnerschlägen ... ohne Blitze und Regen! Donnerschlag ohne Blitze! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Auch die teilweise klare Abgrenzung der Niederschläge wie durch eine unsichtbare Mauer ist seltsam. Na gut, irgendwo muss es anfangen zu regnen und irgendwo aufhören. Aber Wolken ziehen ... dachte ich ... und überziehen damit einen bestimmten Landstrich mit Regen, Schnee oder was auch immer. Aber nein! Da taucht eine Wolke auf und regnet sich über einer Verkehrskreuzung aus ... keinen Meter daneben!

Was mir momentan mehr zusetzt ist diese Kälte. Hatten wir letztes Jahr schon mit Schneefällen Ende April, wohingegen im Dezember ´Flaute´ herrschte. Meine Kirschen kann ich dieses Jahr vergessen. Der Baum hat geblüht, da gab es noch keine Bienen. Dann wurde es kalt und jetzt hat er die letzten Blüten ausgetrieben, aber Bienen sind immer noch nicht da! Um von Hand zu bestäuben ist der Boden zu nasse, da hält keine Leiter. Zumindest kam ich letzten Samstag dazu, ein bisschen im Garten zu werkeln und den Zaun auszubessern. Ich konnte auch einige neue Pflänzchen in den neuen Steingarten setzen und irgendwann ... falls es mal wärmer wird ... ist das Anlegen eines Gartenteichs geplant. Ich habe da ja noch mehr vor. Eine Garteneisenbahn! Ich habe das ganze Zeugs schon seit Jahren: Schienen, Weichen, Trafos, Loks und Waggons und mit meiner Frau habe ich in den Wintermonaten Häuser gebaut. Aber entweder hat das Wetter nicht mitgespielt oder ich war von der Arbeit dermaßen fertig, dass ich nicht die Kraft hatte, dieses Mammutprojekt zu beginnen. Wir reden von über 100 Metern Schienen! Da muss ein Gleisbett angelegt werden, Stromkabel unterirdisch gelegt werden und das Gelände, auf dem ich die Aktion plane, war früher eine Baumschule meines Nachbarn. Das heißt, das müssen zunächst alle Wurzeln mit dem bagger rausgerissen werden. Also keine Kleinigkeit!

Wir werden sehen!

Ich warte auf den Sommer. Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Attentat!

Viel Freude in Deinem Garten. Man ´liest´ sich.

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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Frosch Willi » 15. Mai 2017, 08:43

Wettervorhersage ... da muss ich an Otto Waalkes denken.

"Es wird wärmer oder kälter, das hängt ganz vom Wetter ab. Ein bei Schleswig Holstein liegendes Tief kommt vorne nicht mehr hoch!"

Nach einem Reboot meines Rechners ging nichts mehr und somit versagte auch meine kleine Wetterstation ihren Dienst. Gerade dieses Wochenende war Einiges geplant und so verließ ich mich auf die Vorhersage auf http://www.wetter.com! Hätte ich das nur nicht getan! An sich war geplant, am Samstag Granitsteine für den Garten zu holen und aufgrund der Vorhersage habe ich alles abgeblasen: Minibagger, Transporter ... denn es sollte am Samstag Gewitter geben und regnen. Dummerweise gab es nur nachmittags für 15 Minuten leichte Niederschläge, nicht der Rede wert. Für Sonntag hatten wir einen Ausflug nach Syrau geplant, aber laut wetter.com sollte es den ganzen Sonntag gewittern und regnen. Morgens hatten wir einige Minuten ein paar Tröpfchen, aber das war es auch schon. Laut dieser Wetter-App sollte es heute seit 7:00 Uhr immer noch gewittern, aber wir haben strahlenden Sonnenschein.

Ich werde jetzt meinen Wetterfrosch wieder hochfahren, dann hat der Spuk ein Ende. Es ist schon unbeschreiblich, was sich manche ´Wetterfrösche´ leisten.

Was macht Dein Garten?

Ich freue mich erstmal auf zwei Wochen Sri Lanka. Am 7.6. geht es los!

Sei lieb gegrüßt

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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Guenter5 » 15. Mai 2017, 10:02

Hoffentlich ärgerst du dich nicht über das Wetter in Sri Lanka.Denn dann geht so langsam der Sommermonsun mit den Gewittern und Schauern los. Für mich als Gewitterfreak wär das
ja ziemlich interessant.

Gruß Günter
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Frosch Willi » 15. Mai 2017, 12:34

Hallo Günter,

ich freue mich auch auf den Monsunregen auf Sri Lanka. Obwohl wir die meiste Zeit in der gemäßigten Zone nördlich von Colombo sein werden. Aber die erste Woche gibt es eine Rundreise bis ins Landesinnere (Kandy usw.), da können wir den Monsun richtig schön erleben.

Ich berichte dann, wie es war. Aber bis dahin muss ich hier noch ein bissel was arbeiten.

Gruß

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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Guenter5 » 21. Mai 2017, 11:21

Z.Zt. werden im Nordosten 34 bis 37 Grad, sonst etwas über 30 Grad gemessen. Die Taupunkte liegen um 25 bis 26 Grad, also ist es sehr schwül.
Gewitter/Schauer wird lt den Synops von Kandy und der Hauptstadt Colombo bei 5 bis 7 achtel Bewölkung gemeldet.
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Frosch Willi » 22. Mai 2017, 08:36

Moin Günter!

Wow ... das wird spannend.

Nachdem wir die letzten Jahre mehr Wüste als Regenwald gesehen haben, freue ich mich tatsächlch über die Abwechslung. Ich hoffe, meine Frau steckt das Klima auf Sri Lanka weg. Sie ist Rheumatikerin.

Danke für die Wetterhinweise.

Wir zählen schon die Tage. Sri Lanka war schon immer ein Traum von mir. Soll zauberhaft schön sein.

Gruß

Frosch Willi

PS: Wie schon bemerkt, poste ich kaum noch bei den Wettermeldungen. Eigentlich schade, aber irgendwie interessiert das keinen Menschen. Überhaupt schade, dass das Forum so wenig genutzt wird. Da wäre mehr drin.

:(
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Guenter5 » 22. Mai 2017, 10:17

jo, ich war schon paar Mal in Sri Lanka an der Westküste und mit dem Auto/Fahrer per Rundreise. Schon toll. Auch das Essen.


Gruß Günter
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Frosch Willi » 22. Mai 2017, 16:54

Mhm ... !

Reis mit Curry!

Freue mich!

Esse gerne scharf!
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Guenter5 » 22. Mai 2017, 18:08

Frosch Willi hat geschrieben:Mhm ... !

Reis mit Curry!

Freue mich!

Esse gerne scharf!


Ich auch :)
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Guenter5 » 27. Mai 2017, 18:01

Hallo Frosch-Willi,

ruf mal bei Interesse die Mediathek des SWR-Fernsehens auf.
Dort gibt es einen Beitrag aus der Reihe *Eisenbahnromantik*
mit dem Titel: * Main Line durch Sri Lanka*. Sehr interessant.

Fast alle verfügbaren Wetterstationen des Landes melden z.Zt. stark bewölkt mit Cucb/Ac, CiCs und Schauer/Regen/Gewitter. Maximum 32 Grad, Taupunkte
24-27 Grad. Nur im Nordosten weniger Niederschläge. Westküste kräftige West- bis Südwestwinde.
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Frosch Willi » 28. Juni 2017, 09:30

Guten Morgen zusammen!

Nun bin ich also einige Tage zurück aus Sri Lanka, nur zum Schreiben blieb wenig Zeit. Wenn man selbstständig ist und nach dem Urlaub zurück kommt, dann liegt da eine Menge Arbeit.

Was gibt es von der Smaragdgrünen Insel zu berichten?

Anreise nach Colombo über Dubai mit Emirates. Blöd, wenn man nachts 3 Stunden auf dem Dubaier Airport herumhängt, bis die Anschlussmaschine geht. Ankunft Colombo, raus aus dem Flughafen ... RUMMS! Die drückende Schwüle erschlägt jeden Europäer! Wir hatten 32 Grad und eine Luftfeuchtigkeit, gefühlt 120%. Bis wir im Hotel Tamarind, der ersten Station ankamen (ca. 20 Kilometer von Colombo), war mein Frauchen und ich durch bis aufs Knochenmark, denn die Klimaanlage im Bus war defekt. Ich habe binnen 30 Minuten fünf Flaschen Wasser getrunken, bin dann auf Tee umgestiegen und klebte an jedem Stuhl fest. An Essen war bei der Hitze nicht zu denken. Die Nacht verbrachten wir in unserem Chalée im klimatisierten Schlafzimmer und meine Maus drehte die Klimaanlage auf 17° Grad. nachts wurde ich wach, weil ich meinen Schatz jammern hörte. Sie lag neben mir und zitterte vor Kälte. Ich versuchte, die Klimaanlage einzustellen und es gab drei Stufen: Stark, mittel und schwach. Sie stand auf ´mittel´. Ich experimentierte. Mittel war stark, schwach war stark! Hätte ich aus versehen das Ding auf ´stark´ gestellt, hätte uns das Hotelpersonal am Morgen mit dem Flammenwerfer vom Bett loseisen müssen. Dann der erste Schritt am Morgen hinaus vor das Haus. Auf dem Nachbarhaus saß ein Streifenhörnchen, welches ich gerade so sehen konnte, weil mir der Schweiß in die Augen tropfte. Beim Filmen beschlug die Linse der Kamera. Es ging weiter nach Dambula und von da aus nach Sigirija ins Sigirija Village Hotel am Fuß des Lion´s Rock. Den haben wir erklommen auf 1200 Stufen ... bei der Wärme und der Luftfeuchtigkeit, vorbei an den ´Wolkenmädchen´ bis zu den Überresten des Königspalastes auf dem Plateau. Die letzten Stufen versagten meine Beine ihren Dienst. Hätte ich meine Klamotten gegen eine Wand werfen können, wären sie dort kleben geblieben und man hätte sie nie wieder ab bekommen. Aber die Aussicht war herrlich. Drei Tage verbrachten wir in Sigirija, besuchten diverse Tempel und fuhren mit den Jeeps durch den dortigen Nationalpark (mir ist der Name entfallen) zum Elefanten-watching! Echt toll! Wir standen mitten in einer Elefantenherde und die Tiere steckten die Rüssel ins Fahrzeug und bettelten. Ich hatte ein Gespräch mit dem Fahrer, der sein Bein im Krieg verlor. Ich habe bei uns in Deutschland noch nie eine solche Prothese gesehen. Erst auf den dritten Blick sah man, dass Unterschenkel und Fuß nicht echt sind, denn die waren in Hautfarben mit nachgebildeten Zehennägeln. Interessante Erfahrung, da ich ja in der Medizin tätig bin.

Von Sigirija ging es weiter nach Kandy ins Landesinnere und ins wohl blödeste Hotel Sri Lankas (Hotel Tourmaline). Wenn man ein Hotel auf einen Berg mit herrlicher Fernsicht baut, dann frage ich mich, was die kleinen Fenster und die fehlenden Balkone sollen? Nachts sahen wir durchs Fenster beim Abendessen ein ... wie soll ich es beschreiben ? ... ein unbekanntes Flugobjekt. Ich weiß, wie irre sich das anhört. Ein Freund von uns sah es auch und wir gingen ins Freie. Da flog ein ovales, grell rot leuchtendes Ding mit rundum ´fließenden´, weißen Lichtern über eine Bergkette, mal langsam, mal schneller. Als wir das Hotel verließen war es noch da. Es stand schräg über uns, bewegte sich plötzlich schnell weiter, blieb wieder stehen, flog in Richtung eines Hügels, kam zurück ... und schoß plötzlich mit unglaublichem Tempo davon und verschwand hinter einem Berg. Das rote Glüchen konnte man noch hinter dem Berg sehen. Keine Ahnung, was das war. Wir haben es gefilmt, aber auf dem Film ist nichts zu sehen. Sch ... !

Wir fuhren am nächsten Morgen zurück, besuchten den Zahntempel und dann ging es weiter nach Marawila in den Club Palm Bay, nördlich von Colombo. Tolles Hotel mit Palmen, exotischen Vöglen, einem lautstarken Ceylon Kuckuck, einem schwarz-weißen Hotel-Kater (der jede Nacht bei uns schlief), einigen Waranen (bis 2,50 lang und wirklich beeindruckend) und jeden Abend Life-Musik. Es war eine erholsame Abschlusswoche, wenn auch das Wetter erdrückend war. Wir hatten in zwei Wochen einmal Regen auf dem Weg nach Kandy ... drei Minuten lang ... und das wars! Baden im Meer war saugefährlich, da in der Monsunzeit die Strömungen richtig brutal sind. Wir machten in der Woche noch einen Ausflug nach Galle in den Süden. Schönes Städtchen, bei dem man die Architektur der britischen Kolonialherren bewundern kann.

Und überhaupt: Der Verkehr (Linksverkehr) auf Sri Lanka ist nichts für schwache Nerven. Da fahren LKW´s auf Straßen, die sind nicht breiter als die Fahrzeuge und es wird trotz Gegenverkehr überholt. Die Tuktuks halten den Verkehr auf, in den Städten erwartet man jede Sekunde, dass es kracht, aber ich habe keine zerbeulten oder zerkratzten Autos gesehen. Scheinbar wissen die Einheimischen, was sie tun, aber ich würde dort selbst nicht fahren wollen. Wenn die Bremsen ausfallen, kein Problem. Aber wenn die Hupe ausfällt, wird es kritisch! Ich habe noch nie, egal wo ich war, einen solchen Fahrstil gesehen! Noch NIE! Wer bremst, verliert! Vollgas und durch! Einer wird schon ausweichen! WOW!

Zum Essen: Ich war enttäuscht! Der Fisch war durchweg matschig, die Hühnchenteile waren voll mit gesplitterten Knochen und waren kaum zu essen. Schweinefleisch gab es auch, aber dort würde ich mir das Fleischessen abgewöhnen. Grausig! Fett und zäh! An jedem Buffet blieb das Fleisch liegen und alle beklagten sich über Knochen und schlechte Zubereitung. Also beschränkten wir uns auf Gemüsecurry mit Reis und Obst. Lecker war das Lions Bier und der Arrack (Kokoswein/-likör mit 38% Alkohol, super fein mit Eis).

Das Wetter: Heiß, brutal feucht und kaum Niederschläge. Nachts kühlt es bestenfalls auf 28° Grad ab. Sobald man die klimatisierten Räume verlässt, steht das Wasser auf der Haut. Schlecht für Brillenträger! Es dampft überall! Der Wind erinnerte mehr daran, als ob einem jemand mit dem Föhn warme Luft gegen das Gesicht bläst. Abkühlung im Meer? Nee! 27° Grad warmes Wasser. Und der Pool? Schlimmer als die Badewanne!

Fazit. Tolles Land, nette Bewohner, bis auf eine Ausnahme schöne Hotels, Wetter sehr anstregend (nichts für Menschen mit Herzproblemen oder Asthma), Verkehr chaotisch, Meer gefährlich. Und es gibt interessante Insekten. Ich wurde am Zahntempel von einem goldfarbenen Fluginsekt gestochen. Normalerweise reagier ich nicht auf Insektengift, aber binnen einer Stunde war mein Unterarm doppelt so dick wie mein Oberarm und dunkelrot. Mein Kreislauf kollabierte. Nicht lustig. Ich habe heute noch ein Taubheitsgefühl in der Hand und mir fehlt die Kraft in der Hand. Das Mistvieh hat wohl einen Nerv erwischt!

So, das war ein Kurzbericht!

Schönes Wetter Euch allen!

NORMALES Wetter!

(Normal? Naja ... !)
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Guenter5 » 28. Juni 2017, 16:14

Danke für den Bericht.
Habe mich zurückversetzt nach Sri Lanka gefühlt. Bei unserer Reise mit dem Leihwagen war ich nur kurze Zeit Fahrer, selbst als Beifahrer muss man
mit Mühe und Not die Nerven behalten. :roll:

Aber das Essen war bei uns nicht schlecht; man sollte wie in jedem Land die einheimischen Lokale bevorzugen. Das Hotelessen ist überall gewöhnungsbedürftig.

Noch eine Info, da wir hier ja in einem Wetterportal sind:

Wer die sehr schwüle Wetterphase von Mai bis etwa November mit Taupunkten über 25 Grad nicht so gut verträgt, sollte für Sri Lanka unsere Winterzeit
bevorzugen, da dann die Strömung (ohnehin nur schwach) auf nördliche Richtungen dreht.Bei gleichzeitiger geringer Schauer- und Gewitterneigung ist es
zwar weiterhin sehr warm um 30 Grad, aber bei Taupunkten um 20 Grad lässt es sich aushalten. Auch ist der Wellengang an der Westküste deutlich
schwächer, da die großräumige Südwestströmung sich umgekehrt hat.
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Frosch Willi » 29. Juni 2017, 08:46

Moin Günter!

Ja, die Reisezeit war unglücklich gewählt. Es ist richtig, dass der Winter auf Sri Lanka angenehmer zu ertragen ist. Die Monsunzeit ist heftig. Neun von neunzehn Mitgliedern unserer Reisegruppe blieben eine Woche länger in Marawila und versorgten uns über WhatsApp täglich mit neuen Videos und Fotos. Die letzten drei Tage ihres Aufenthalts ist das Wetter regelrecht gekippt. Es gab anhaltenden Starkregen und nach zwei Tagen stand die Hotelanlage unter Wasser. Auf der Ostseite schien die Hölle los gewesen zu sein laut lokalen Nachrichten.

Wir hatten also in unseren beiden Wochen unverschämtes Glück, denn es war durchwegs trocken und niederschlagsfrei. Laut Einheimischen eher außergewöhnlich zu dieser Jahreszeit.

Jedenfalls hat es jetzt saubere Elefanten auf Sri Lanka!

:mrgreen:

Gruß
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Re: Das Wetter kann gehörig nerven!

Ungelesener Beitragvon Gartenzwerg » 15. Juli 2017, 17:08

Hallo!

Für mich wären die Tropen wohl nichts, schwüle Hitze und Dauerregen...
Ich bin eher für das Mittelmeerklima zu haben, auch wenn die jetzt anzutreffenden ca. 40° wohl auch mir zu heiß sind.

Wie ich befürchtet habe, scheint wohl auch dieses Jahr wieder der Sommer ebenso besch....eiden zu werden wie die letzten.
Nachts um die 10° und tagsüber quält sich dann das Thermometer auf um die 20°. Und das Mitte Juli :evil: .
Es wird wohl wieder nur eine Frage der Zeit sein, bis die Braunfäule die Kartoffeln und anschließend die Tomaten befällt.
Wenn dann alles tot ist, kommt wahrscheinlich wieder die Hitze, wie letztes Jahr.
Die Nacktschnecken fressen aber auch schon gehörig, vielleicht haben die Kartoffeln dann gar kein Laub mehr wenn die Braunfäule zuschlägt :roll:

Wahrscheinlich muß ich ans Nordmeer auswandern, wenn ich Wärme suche, in Murmansk war es diese Woche wärmer als hier :shock:
Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie es ist!
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