(Nr.: 1427):
Aktuelle Lage: Ein Tief mit Kern über England zieht im Laufe der kommenden Nacht zur Deutschen Bucht. Von dort verlagert es sich bis zum Nachmittag des morgigen Tages weiter über Dänemark, die Ostsee nach Russland. Auf seiner Rückseite wird etwas kältere Luft in der Höhe nach Mitteleuropa geführt.
Aktuell (13:40 Uhr) liegen in einem Streifen von Niedersachsen über Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz bis nach Baden-Württemberg und Bayern dichte Wolken, aus denen vereinzelte Schauer fallen. Östlich davon, sowie im Saarland gibt es größere Wolkenlücken.
Während in Vorpommern noch größere Wolkenlücken die Sonne scheinen lassen, haben sich im Westen und Südwesten des Vorhersagegebietes die Wolken verdichtet und es gibt einzelne Schauer.
Vorhersage: Am Nachmittag werden sich letzte Wolkenlücken in Vorpommern schließen. Vereinzelt kann sich hier Nebel bilden. Sonst gibt es übers gesamte Land verteilt kurze Schauer, die in Mecklenburg lokal auch kräftiger ausfallen können. Die Temperatur liegt bei +5 Grad. Der Wind kommt schwach aus Südost.
In der Nacht gibt es ein Gemisch aus Hochnebel, Nebel, dichten Wolken und etwas Sprühregen. Bei schwachen wind aus Süd bis Südwest geht die Temperatur auf +3 bis +1 Grad zurück.
Morgenvormittag ist es im gesamten Land erst einmal trüb mit vereinzelten Niesel- oder Sprühregen. Im Laufe der Mittagsstunden trocknet es vom Westen her ab und die Wolkendecke bekommt im Nordwesten des Landes einzelne größere Wolkenlücken. Diese können sich entlang der Küste vom Klüzer Winkel bis zum Darß zeigen. In Vorpommern wird es den ganzen Tag eher bedeckt bis trüb bleiben und zeitweise kommt es zu Sprühregen. Am Abend werden sie sich allerdings schnell wieder schließen. Auf +5 bis +6 Grad steigt die Temperatur am Nachmittag an. Der Wind kommt meist schwach aus West bis Nordwest.
Aussichten bis Dienstag: Bereits am Samstagabend setzt sich von Westen ein Hochkeil des über dem Atlantik liegenden Tiefs bis nach Westdeutschland durch. Ein kräftiges Tief zieht von Island Richtung Nordskandinavien. Zum Montag löst sich aus dem Hochkeil ein eigenständiges Hochdruckgebiet, das über Süddeutschland zum Balkan ziehen wird. Zwischen Hoch und Tief gelangt Deutschland in eine Westströmung, mit der milde und auch wolkenreichere Luft nach Deutschland geführt wird, wobei die wolkenreichere Luft den Norden betreffen wird. Am Dienstag wird das Tief auf seinem Weg Richtung Nordskandinavien eine südöstliche Richtung einschlagen, so dass es am Nachmittag den Südwesten Norwegens erreichen wird. Auf seiner Rückseite gelangen wir dann in den Einfluss kälterer Luft polaren Ursprungs. Zeitgleich wird das Hoch mit seinem Schwerpunkt etwas weiter nach Osten vorankommen.
In der Nacht aus Sonntag werden im Binnenland aus dichteren Wolken weiterhin ein paar Tropfen fallen können. Vom Darß über Rügen bis Usedom kann dagegen kurzzeitig die Wolkendecke auflockern. Allgemein trocken bleibt es entlang der Küste von der Kühlung bis nach Usedom. Bei +4 bis +3 Grad weht ein schwacher bis mäßiger, rund um Rügen zeitweise frischer Wind aus Nordwest.
Am Sonntag setzt sich von West nach Ost langsam die Sonne im gesamten Land gegen die Wolken durch, wobei bis in die Mittagsstunden noch einzelne kurze Schauer in Vorpommern möglich sind. Mit +5 Grad in den Nachmittagsstunden sind wir für den 2. Advent weit entfernt vom Winter. Auch der Wind bringt keine Abkühlung mit sich. Er kommt schwach bis mäßig aus West bis Nordwest.
Am Abend und in der Nacht überquert uns ein schmales Niederschlagsgebiet. Mit jedem Kilometer nach Osten muss dabei mit Glätte gerechnet werden. Die Temperatur geht vor dem Regen auf +3 bis 0 Grad zurück, wobei verbreitet leichter Bodenfrost möglich ist. Zum Morgen hin wird die Temperatur leicht ansteigen. Der Wind kommt zunehmend mäßig, in Mecklenburg zeitweise frisch aus West bis Südwest.
Am Montag erreicht uns die mildere und wolkenreiche Luft. Es wird eher trüb, zeitweise auch hochnebelartig bewölkt sein, wobei zeit- und gebietsweise etwas Nieselregen fallen kann. Die Temperatur erreicht Höchstwerte von +2 bis +4 Grad. Der Wind kommt meist mäßig, an der Küste zeitweise frisch aus Südwest. Verbreitet gibt es stürmisch Böen.
Am Abend zieht die Warmfront des Tiefs bei Skandinavien von Nordwesten her ins Land. Vor der Front lockert die Wolkendecke kurzzeitig auf. Mit Frontdurchzug in der Nacht werden die Wolkenlücken sich schließen und es setzt Niederschlag ein, der Anfangs in Form von Schnee fallen kann. Später geht er in Regen über. Die Temperatur geht bis zum Tagesanbruch auf +2 bis 0 Grad zurück. Neben Bodenfrost kann es streckenweise Glätte durch überfrierende Nässe geben. Am Abend ist der Wind noch mäßig bis frisch, an der Küste zeitweise stark unterwegs und kommt aus Südwest. Er lässt im Laufe der Nacht deutlich nach und dreht eher auf westliche Richtungen.
Am Dienstag gibt es viele dichte Wolken, kaum eine Chance auf Sonne, dafür immer wieder leichten Regen, der Anfangs noch mit Schnee vermischt sein kann. Im Randowbruch schafft es die Temperatur kaum über +1 Grad hinaus. Zeitgleich werden im Westen und Norden des Landes +4 bis +5 Grad erreicht. Der Wind kommt mäßig aus West bis Südwest.
Hinweis: Sichtbehinderungen durch Nebel mit Sichtweiten unter 100 Metern. Weitere Informationen finden Sie unter: Warnungen MV
Maik Thomaß, 5.12.2008 14:25

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Quelle: www.hro-wetter.de

