Gradientwind, Abhängigkeit von Geogr. Breite

Häufig gestellte Fragen zum Thema Wetter,
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Gradientwind, Abhängigkeit von Geogr. Breite

Neuer Beitragvon onkel_herbert379 am 31. Januar 2010, 00:12

Moin,

ich bin derzeit Flugschüler bei einer relativ großen, deutschen Airline und beschäftige mich dementsprechend gerade u.a. auch mit der Meteorologie.

Nun habe ich, bzw. auch einige Leute aus meinem Lehrgang, eine Frage zum Gradientwind:

In unserem Fragenkatalog sollen wir u.a. erklären, unter welchen Umständen die Geschwindigkeit um ein Hoch (antizyklonisch) genauso schnell sein kann wie um ein Tief (zyklonisch).

Als richtige Antwort wird gegeben: "Wenn das Hoch auf einer nördlicheren Breite liegt".

Dort aber ist die Corioliskraft größer. Diese muss die Gradient- sowie die Zentrifugalkraft ausgleichen. Da die Gradientkraft per Aufgabenstellugn konstant ist, muss die Zentrifugalkraft zunehmen, was an sich ja nur mit einer schnelleren Geschwindigkeit passieren kann. Allerdings soll ja die Windgeschwindigkeit ums Hoch an die des Tiefs angepasst werden, also langsamer sein.

Wir haben uns das so erklärt, dass eine schnellere Drehgeschwindigkeit letztendlich in der Auflösungs des Hochs endet - aber es erscheint uns unwahrscheinlich, dass die Frage so weit "denkt".

Wer weiß Rat ?

Vielen Dank im Voraus !
onkel_herbert379
Gerade reingestolpert
 
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Registriert: 31. Januar 2010, 00:05

Re: Gradientwind, Abhängigkeit von Geogr. Breite

Neuer Beitragvon michael am 31. Januar 2010, 08:35

Hmm, wenn ich die Frage richtig verstanden habe, möchstest du wissen, was mit dem Hoch passiert?
Ich versuchs mal stark vereinfacht auszudrücken: Wo ein Tief ist, ist immer ein Hoch mit im Spiel. Beide versuchen sich im "Kräftespiel" auszugleichen. Dort wo beide aufeinanderprallen wird der Druckgradient erhöht. Falls die Druckgradienten stark gekrümmt sind, so muß zum Gradientwind, dem Gleichgewichtswind, der aus einem Kräftegleichgewicht aus Druckgradientkraft, Corioliskraft und Zentrifugalkraft resultiert, übergehen. Deshalb sind die Winde im Hoch stärker und der Gradientwind ist daher der Gleichgewichtswind, welcher aus einem Kräftegleichgewicht zwischen Druckgradientkraft, Corioliskraft und Zentrifugalkraft resultiert.

Oder:
Sind die Gradienten stärker gekrümmt, so tritt als weitere bedeutende Kraftkomponente die Zentrifugalkraft (Fliehkraft) auf - per Aufgabenstellung.
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