Nach einer Messung der Sonneneinstrahlintensität in Israel 1967 und ihrer Wiederholung 20 Jahre später stellte der Wissenschaftler fest, dass diese um 22% gesunken ist. - Neugierig geworden machte er sich auf die Suche, ob es sich hierbei nur um ein regionales Phänomen handle. Dabei stieß er auf ähnliche Ergebnisse für viele Teile unserer Welt. Die Sonneneinstrahlintensität hat auf allen Kontinenten abgenommen, von 9% in der Antaktis über 16% in Großbritannien bis hin zu 40% über Teilen von Russland.
Das sogenannte Wasserbeckenverfahren, mit dem die Verdunstung in einem Wasserbecken pro Tag in ml gemessen wird, ließ sich ebenfalls ein Fall der Verdunstung auf allen Kontinenten messen. (Manche Messungen liefen schon seit über 100 Jahren)
Jetzt denkt man: Weniger Verdunstung bei Anstieg der Temperaturen? Die Erklärung ist einfach: Es ist nachgewiesen, dass die Energie der von der Sonne eingestrahlten Photonen Wassermoleküle in die Atmosphäre hinausschleudert und somit maßgeblich zur Verdunstung von Wasser beiträgt. Der Rückgang der Menge des weniger verdunsteten Wassers zur Zeit der jeweiligen Messungen der Sonnenintensität auf den verschiedenen Kontinenten konnte demnach zu einem Großteil auf eben die fehlende Sonneneinstrahlung zurück geführt werden. Multipliziert man nun den Energiebetrag der nötig ist um 1 ml Wasser zu verdunsten mit der Menge des weniger verdunsteten Wasser erhält man ziemlich genau die prozentualen Werte der gemessenen Abnahme an Sonnenintensität für die betroffenen Regionen. Es liegt also nahe, dass man ein und denselben Effekt nun durch 2 Methoden in einer überraschend übereinstimmenden Genauigkeit nachgewiesen hat. Das Phänomen Globale Verdunkelung kann (konnte) nunmehr nicht weiter unter den Tisch gekehrt werden.
Messungen von 1995 an auf den Malediven haben ebenfalls starke Unterschiede von den nördlichen Malediven, welche von einer Smokwolke aus Indien überschattet werden, und den südlichen Malediven, welche von klarer arktischer Luft umgeben sind, betreffend der Sonneneinstrahlung festgestellt. Das Problem ist hausgemacht:
Smok, also Feinstaub, Schwefeldioxid usw., steigt in die Atmosphäre. Durch ihre kleine Struktur und ihre große Anzahl hat sich die Struktur der Wolken verändert. Anstatt dass nur Pollen und Salzkristalle zur Tröpfchenbildung in den Wolken beitragen kondensieren nun auch Wassermoleküle an diesen besagten menschgemachten Substanzen. Das Problem ist, dass diese viel kleiner sind als Pollen und Salzkristalle. Nun haben wir also Wolken mit vielen kleinen Tropfen anstatt Wolken mit weniger, dafür aber größeren Tropfen. Diese reflektieren jedoch auch mehr Licht als die Wolken, in denen sich Tropfen nur um Pollen und Salzkristalle bilden. Die Sonneneinstrahlung nimmt ab, die Temperaturen auf der Erde sinken.
Nach dem 11. September 2001 wurde dieses Phänomen auch über den USA gemessen: Die fehlenden Kondezstreifen der Flugzeuge, welche nach dem 11. Sep. für 3 Tage auf dem Boden bleiben mussten, bewirkten einen Anstieg der Temperaturspanne um über 1°C binnen 3er Tage. Ein solcher Temperaturspannenanstieg wurde zuletzt vor 30 Jahren gemessen. Was bedeutet diese Beobachtung also?
Laut einiger Wissenschaftler hat dies etwas mit der Konkurrenz 2er Phänomene auf unserem Planten zu tun: Zum einen gibt es da die Globale Erwärmung, den Treibhauseffekt. Auf der anderen Seite steht da die Globale Verdunkelung. Es liegt jetzt der Schluss nahe, dass die Globale Verdunkelung, und ihre abkühlende Wirkung mit der aufheizenden Wirkung des Treibhauseffektes konkurriert. Die Schlüsse die sich daraus ergeben sind wie aus einem schlechten Horrorfilm:
Werden wir in Zukunft mehr dafür tun den Smok und Feinstaub zu reduzieren, wird sich die Sonneneinstrahlintensität demnach erhöhen. Der Abkühlungseffekt der dadurch sich abschwächenden globalen Verdunkelung wird gemindert und der Treibhauseffekt tritt mit seiner vollen Kraft zutage. Demnach wären viele Berechnungen, die bis 2100 einen Temperaturanstieg um 5°C prognostizieren falsch. Die wahre ERwärmung läge dann bei 10°C, wenn wir weiterhin unser Umwelt zuliebe Katalysatoren in unsere Autos und Filter in unsere Fabriken einbauen. Erschreckend oder?
Das heißt nicht, dass wir jetzt die Luft verpesten sollen, das wäre auch Selbstmord: Durch die globale Verdunkelung wurden z.B. in den 70ern und 80ern Hungernöte in Afrika ausgelöst, da der Nordatlantik sich nicht so stark aufheizte wie in den Vorjahren. Dadurch wurde der Monsungürtel um den Äquator nicht soweit nach Norden verschoben wie in den Jahren zuvor und es kam zu 20 Jahren Dürre in der Sahelzone und dies führte zu über 50 Millionen Todesopfern. Was mit dem asiatischen Monsun, und damit der Lebensader von 3,5 Milliarden Menschen, passieren könnte, malen wir uns mal gar nicht aus. Fakt ist wohl, verringert sich die Globale Verdunkelung bei gleichbleibendem Treibhauseffekt würde sich dieser horrend stärker auswirken als befürchtet. Im Extremfall könnten die steigenden Temperaturen bereits in 25 Jahren zum stetigen Abschmelzen des Grönlandgletschers und somit zum Anstieg des Meeresspiegels um 7-8m führen, der Tod vieler Küstengebiete. Und wenn man wirklich pessimistisch ist könnten bis 2100 durch den rasanten Anstieg der Temperaturen sogar die Methanblasen in unseren Ozeanen instabil werden. Wenn das eintritt, dann werden schlagartig 10.000.000.000.000 (zehntausendmilliarden oder zehn billionen) Tonnen Methangas, welches 8 mal agressiver ist als CO2, "schlagartig" in die Atmosphäre entweichen. Wäre das der Fall, hätten wir auf der Erde bald Temperaturen wie seit 4 Milliarden jahren nicht mehr. Das wäre das Ende der Erde wie wir sie uns ausmalen können, und das schon in Sekunden, wenn wir mal in Erdzeitaltermaßstäben denken.
Nunja, nach den letzten Ausführungen mag man denken: Humbug! Aber mal im Ernst. Nach der Entdeckung dieses Phänomens hat man numal weiter gedacht und geschaut, was alles passieren könnte WENN es denn den ungünstigsten Fall gäbe, nämlich der des fortschreitenden Treibhauseffektes und der der nachlassenden Globalen Verdunkelung.
Unsere Erde ist wohl doch sensibler auf Treibhausgase zu sprechen als wir es dachten, "zum Glück" hat die Globale Verdunkelung bewirtk, dass wir bisher nur einen Temperaturanstieg um 0,6°C zu verzeichnen hatten.
Ein anderes Beispiel wäre der Extremsommer 2003. Durch die bereits fortschreitende Technologisierung unserer Autos und Fabriken in Europa kam es hier in den letzten Jahren bereits zu einer messbaren Abschwächung der Verdunkelung und somit zu extremeren Temperaturspanne-Schwankungen als jemals zuvor gemessen.
Das Klima ist komplex, wer weiß ob sich alles so verhält wie wir es sehen oder ob noch andere Phänomene mitspielen im Zusammenspiel dieser ganzen Einflussfaktoren die das Klima formen, aber realistisch ist diese Sich allemal, oder etwa nicht?
Vielen Dank fürs Lesen, lol

